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Hier findet Ihr ein Buch welches ich für dieses Genre interessant finde...
         

ALTERNATIVWELTEN / VAMPIRE|Das Reich der Angst  Status: bearbeitet/ergänzt 8.6.2016 

Das Reich der Angst l Cover: Brian Salmon / Foto: Thomas Schlück  Dieses Buch kostenlos? l Einführung
Taschenbuch [Faltcover]
Originaltitel/Verlag: The empire of fear [1988] Simon & Schuster [GB]
Autor: Brian M. Stableford
Verlag/Jahr/Seiten: Ullstein / 1990 - 489 Seiten
Reihe: Ullstein Paperback 22418
     ISBN: 3-548-22418-0     ISBN13: 978-3-548-22418-3
GB ISBN: 0-671-69945-8     ISBN13: 978-0-671-69945-1
Alternativwelt-Zuordnung: AH l Übersetzung: Jürgen Behrens
Die Handlung beginnt im Jahr 1623. Stablefords Erde entspricht im wesentlichen ihrem historischen Vorbild. An der Spitze der verschiedenen [europäischen] Reiche stehen jedoch nicht menschliche Adlige, sondern Vampire wie Richard Löwenherz oder Vlad Tepes der Pfähler - auch Dragulya genannt. Stablefords Vampire unterscheiden sich in mancher Hinsicht von ihren literarischen Verwandten: So können sie sich durchaus im Sonnenlicht bewegen, auch von konventionellen Waffen getötet werden, wenn sie schwer genug verletzt sind. Darüber hinaus aber sind sie unsterblich. Sie sind aber gezwungen, regelmäßig menschliches Blut zu sich zu nehmen. Ihre Herrschaft über die Menschen beruht schlicht auf Gewalt. Der Mechanikus Edmund Cordery opfert sein Leben, um seine Geliebte zu töten. Denn die schöne Vampirdame Carmilla kann nur mit einem Mittel vernichtet werden: den Bakterien der Pest.

Die Originalausgabe: The empire or fear l Cover: Brian Salmon  
Doch Corderys Tat, geplant als verheerender Angriff auf das Reich des grausamen Vampirfürsten Richard Löwenherz, schlägt fehl. Nun obliegt es dem Sohn Noell, das Werk des Vaters zu vollenden. Er macht sich auf ins Herz Afrikas, um die geheimnisumwobene Herkunft der Vampire zu ergründen. Nur mit diesem Wissen kann ihrer gnadenlosen Herrschaft ein Ende bereitet werden.

Passend zu diesem Szenario:
Die Vampire von Kim Newman - Ist auch in den Genres Unsterblichkeit / Vampire gelistet...

Meine Wertung: [4]
Ich hatte mir eigentlich etwas mehr erwartet - aber ich bin auch nicht wirklich enttäuscht. Die Idee historische Gestalten einmal als Vampire darzustellen ist einfach genial - wenn es denn dann auch gelingt. Leider ist dieser Kunstgriff etwas danebengegangen. Der überwiegend größte Teil der Geschichte behandelt die Suche der Hauptprotagonisten nach dem Ursprung des Vampirismus. Dass dies letztlich durch einen Meteor verursacht worden ist [statt wie ansonsten üblich diffus im Dunkel mystischer Vergangenheit] ist immerhin auch eine akzeptable Erklärung. Das Noell Cordery dann am Ende eine Möglichkeit findet, praktisch jedem Menschen die "Vorteile" der Vampire [Gesundheit, extreme Selbstheilung, Stärke und eine - nicht genau spezifizierte - Langlebigkeit] zugänglich zu machen, selber aber durch einen genetischen Fehler daran nicht teilhaben kann ist ein für Noell natürlich tragisch. Gerade solche literarischen Schachzüge, die uns kurz vor Schluss den geliebten Helden nehmen, machen einen Roman lesenswert. Dass er am Ende auf dem Scheiterhaufen endet ist allerdings dann doch wirklich bitter... nun ja, Stableford hat sich wohl auch gesagt "wenn schon, dann richtig tragisch!"
Leider macht die Geschichte dann einen gewaltigen Sprung in die Neuzeit und beschreibt das Leben eines jungen Mannes, der in einer Welt lebt, die Noells Entdeckung ausnutzt und er leider ebenfalls davon ausgeschlossen bleibt. "Natürlich" lernt er eine der Protagonistinnen vom Anfang der Geschichte kennen [die wohl älteste, lebende Vampirin der Welt], die ihm sogar ihre Liebe schenkt - absolut unnötig und uninteressant. Die gesamte Geschichte zwischen dem 17. Jahrhundert bis zur Neuzeit wird nur kurz erwähnt [1. und 2. Weltkrieg haben stattgefunden usw.]. Für mich ist es absolut nicht nachvollziehbar, dass sich die weitere Geschichte im Ablauf nicht radikal ändern würde [der damalige Papst war z.B. auch ein Vampir, wie ordnet sich die Kirche danach neu, wie entwickelt sich das Verhältnis der Menschen zur Kirche...]. Da hätte Stableford nach dem schrecklichen Tod von Noell den Leser vielleicht nicht einfach nur seiner eigenen Phantasie überlassen sollen. Deshalb auch eine relativ schlechte Bewertung, sorry...


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