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Taschenbuch
Bearbeitet: 9.10.2011
Autor:
Jurij Mamlejew
Verlag/Jahr/Seiten:
Suhrkamp Verlag
/ 2003 - 336 Seiten
ISBN: 3-518-41483-6 ISBN13: 978-3-518-41483-5
Übersetzung: Gabriele Leupold

Am
Gogol-Denkmal
in Moskau
trifft Pawel Dalinin, "ein Held unserer Zeit", einen
alten Herrn mit Namen Mondlos, der ihn zu einem Fest in eine fremde
Wohnung einlädt. Das Gelage ist bereits in vollem Gange, als Dalinin
eintrifft, und obwohl er niemanden kennt, wird er das Gefühl einer
sonderbaren Vertrautheit nicht los. Er trinkt, macht Bekanntschaften und
verliebt sich in die reizende Vera. Am nächsten Morgen, beim Blättern
in einem Fotoalbum, erkennt er in den Gästen des Vorabends seine Eltern
und andere Gestalten seiner Kindheit. Von Sehnsucht nach Vera
getrieben, versucht er, die Wohnung wiederzufinden, und erfährt von den
erstaunten Mietern, dass jenes Fest vor Jahrzehnten stattgefunden hat. Um
zu begreifen, was ihm geschehen ist, sucht er Rat bei Freunden, die in
okkulten und esoterischen Kreisen verkehren. Die Aufklärung seiner
Geschichte wird zu einer Reise durch das "metaphysische Moskau"
der neunziger Jahre. Sie führt ihn in einen unterirdischen Bunker an der
Peripherie, aber auch in das gemütliche Ambiente von Teestuben und
verwilderten Gärten, in Häuser mit eingestaubten Büchern, gelbem
Lampenlicht, fetten Katzen und singenden Samowaren, wo Anhänger des
indischen Wedanta, des Buddhismus, russisch-orthodoxer Frömmigkeit und
sonstiger Lehren über Grenzerfahrungen philosophieren. Jurij Mamlejew
hat einen Roman über die geistige Situation des heutigen Russland
geschrieben. Ein schwarzes Idyll voll verrückter Heiterkeit und "transzendenter
Schwermut".
Ob
dieser Roman wirklich ins Genre Zeitreisen eingeordnet werden kann ist
für mich schwer zu beurteilen. Wer also dieses Werk kennt, könnte mir
diesbezüglich vielleicht helfen?
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