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Hardcover - so genanntes Leihbuch
Autor:
Edwin E. Moeller
[1952]
Verlag/Jahr/Seiten: Reihenbuch Verlag
/ 1952 -
288 Seiten
Reihe:
Alternativwelt-Zuordnung: H | Liste
Zuordnungen
Hardcover
Verlag/Jahr/Seiten:
Unitall-Verlag
/ 2011 - 238 Seiten
Reihe: ... 93763
ISBN: 3-905-93763-8 ISBN13: 978-3-905-93763-3
Reihenbuch:
Diese Geschichte ist kein Tatsachenbericht, sie ist erdacht, ist eine Fiction,
wie die Amerikaner es nennen, aber nehmen sie diese Fiktion ernst, sie könnte
sehr wohl wahr sein. Aus der
Encyclopaedia
Britannica, Band 11, Absatz
"Hitler, Adolf": "...In einem Wirrsal von Geheimnis und Gerücht
verblieben die genauen Umstände von
Hitlers Ableben in Dunkel gehüllt.
Keiner der verkohlten Körper in der zerstörten
Reichskanzlei wurde mit
Bestimmtheit als der des Führers identifiziert."
Das Lexikon erwähnt dann weiter, dass der russische
Marschall Schukow am
9. Juni
1945 mitteilte, Adolf Hitler habe
Eva Braun
geheiratet und sei vielleicht mit einem Flugzeug entflohen. Aber ein
Bericht des
Alliierten Kontrollrates vom 1. November 1945, beruhend auf
von britischen Offizieren des
Intelligence Service
[SAS] gesammelten
Einzelheiten, erklärte, dass Hitler und Eva Braun am 30.
April 1945, kurz nach 2.30 Uhr nachmittags, gestorben seien und dass man
ihre Körper vor dem Bunker verbrannt habe. Ein exakter Beweis dafür, dass
Hitler tatsächlich am 30. April 1945 den Tod gefunden hat und
gemeinsam mit Eva Braun verbrannt worden ist, liegt nicht vor.
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| Freilich ist auch die gegenteilige Behauptung, dass Adolf Hitler
noch lange lebte, nicht zu beweisen. Es liegen keine Stützen für eine
solche Annahme vor. Aber eine ganze Anzahl, eine erschreckend große
Anzahl, von Beweisen dafür, ist zu erbringen, dass Adolf Hitler in
der Tat nicht tot war, sei er auch nur noch in dem lebendig, was seine
"Idee" oder die "nationalsozialistische
Weltanschauung" genannt wird. Sie ist noch lebendig, unheimlich
lebendig, und darum ist es nicht abwegig, sich mit der Eventualität eines
Weiterlebens Adolf Hitlers und seiner in solchem Falle denkbaren
Wirksamkeit zu beschäftigen. Der vorliegende Roman ist ein
kritisch-satirisches Werk mit ernstem Hintergrund, bei dem
"Geheilte" und "Nicht-Geheilte" sich des bitteren
Humors nicht verschließen können. Der Roman könnte die Schilderung der
zweiten Karriere Hitlers darstellen, wenn Marschall Schukow
mit seinem am 9. Juni 1945 offenbarten Zweifel Recht behalten hätte.
Unitall:
"Wir haben den Krieg jetzt liquidiert. Die Bewegung ist in ihre
zweite Phase getreten – die des Friedens."
Im Jahr
1952
lebt der Führer noch. Auf der Flucht aus dem zerstörten Berlin, 1945,
ist er in Grönland gestrandet und bewohnt eine neue Reichskanzlei,
geschaffen aus Eis. In den Jahren seines Exils hat Hitler sich
ausgiebig Gedanken darüber gemacht, warum seine Idee scheiterte. Die
dabei gewonnen Erkenntnisse sind verblüffend - nicht zuletzt für ihn
selbst. Als die Amerikaner auf Hitlers neues Domizil aufmerksam
werden und eine Kampfgruppe nach Grönland entsenden, um Hitler
und seine Vertrauten festzunehmen, schöpft er neue Hoffnung - auf ein
"Comeback" mit einer neuen Marketingidee...
Danke
an Gerhard, der die Neuauflage "ausgegraben" hat...
Das Buch wurde im Jahr
1953 von der "Bundesprüfstelle für
jugendgefährdende Schriften" indiziert. Das wohl gesuchteste
SF-Leihbuch überhaupt. Das Buch wurde damals gleich nach Erscheinen
verboten - zu Unrecht. Der Autor lässt nie einen Zweifel daran, dass
dieser vor Frieden geradezu triefende Hitler nach wie vor ein gefährlicher
Irrer ist, der ohne Rücksicht auf Verluste sein Ziel verfolgt. Er macht
ihn lächerlich, ohne ihn zu verharmlosen - ein Kunststück ganz
besonderer Art. Die Dialoge sind messerscharf, die Situationskomik ist
umwerfend, aber das Lachen bleibt einem mit tödlicher Sicherheit im Halse
stecken.
Inhalt:
Eine astreine Parodie: am 7.April
1952 fischt ein amerikanisches Schiff
eine Flaschenpost aus dem Meer, der zuerst ein übelriechender brauner
Dunst und dann ein Brief entquillt, geschrieben auf authentischem Papier
aus der
Berliner
Reichskanzlei, mit Pleitegeier und Siegel. Inhalt: Hitler
lebt - er ist per Flugzeug geflüchtet und im nördlichen Grönland
notgelandet. Eine bis an die Zähne bewaffnete Expedition mit
Geheimagenten und allem Drum und Dran entdeckt tatsächlich eine höchst
erstaunliche Ansiedlung: nicht einfach Iglus, sondern eine Reichskanzlei
aus Schnee und Eis. Drinnen: "A.H.", aber diesmal "von
Kopf bis Fuß auf Frieden eingestellt". Er glaubt mittlerweile zu
wissen, warum er den Krieg verloren hat: zu viele reinrassige Arier.
Reinrassig, meint er, ist gar nicht gut, viel stärker und besser sind
Mischlinge, man sehe sich nur mal bei Hunden und Vollblutpferden um -
alles Kreuzungen [folgerichtig laufen draußen blonde Eskimokinder rum].
Um der Welt den ewigen Frieden zu bringen [dazu glaubt er sich ausersehen
- unter "ewig" macht er es nicht], muss er dafür sorgen, dass
alle Menschen sich vermischen, vor allem die Juden, die muss man
zwangsweise vermischen. Und so kommt es am Ende, wie es eben kommen
muss...
Von kabarettistischer Raffinesse… Der Autor lässt
nie einen Zweifel daran, dass dieser vor Frieden geradezu triefende Hitler
nach wie vor ein gefährlicher Irrer ist, der ohne Rücksicht auf Verluste
sein Ziel verfolgt. Er macht ihn lächerlich, ohne ihn zu verharmlosen -
ein Kunststück ganz besonderer Art. Die Dialoge sind messerscharf, die
Situationskomik ist umwerfend, aber das Lachen bleibt einem mit tödlicher
Sicherheit im Halse stecken.
Die kursiv gesetzten Textteile: Zitat
Marianne Sydow auf
Villa
Galactica
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