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ZEITREISEN l Der letzte Tag der Schöpfung  







Status: bearbeitet/ergänzt 21.5.2017 [1660]














Der letzte Tag der Schöpfung - Cover: Susanne Berner  1981: Der letzte Tag der Schöpfung - Clubausgaben Neuauflage 1985: Der letzte Tag der Schöpfung - Cover: Jörg Remé / Illustrationen: Aiga Rasch Neuauflage 1989: Der letzte Tag der Schöpfung Neuauflage 1992: Der letzte Tag der Schöpfung    
 Wolfgang  Jeschke  
    Neuauflage 2005: Der letzte Tag der Schöpfung - Cover: Jürgen F. Rogner   Ebenfalls erschienen im Sammelband: Der letzte Tag der Schöpfung / Midas / Das Cusanus-Spiel - Cover: Nele Schütz Design   Cover der Bertelsmann-Ausgabe 
Klappentext
   

Hardcover [Leinen/SU]
Autor:
Wolfgang Jeschke
Verlag/Jahr/Seiten: Nymphenburger Verlag [Herbig-Verlagsgruppe = Langen Müller Verlag] / 1981 - 303 Seiten
Reihe: Nymphenburger 403
ISBN: 3-485-00403-0     ISBN13: 978-3-485-00403-9

Zeitmaschinen-Zuordnung: l Mit einem Vorwort von Brian W. Aldiss
Hardcover [Leinen, SU]
Verlag/Jahr: Buchgemeinschaft Club-Ausgabe / 1981 - 304 Seiten
Es gab auch noch eine
Bertelsmann-Lizenzausgabe [Daten wie Buchgemeinschaft-Ausgabe]
Taschenbuch Neuauflage
Verlag/Jahr/Seiten: Heyne / 1985 - 287 Seiten
Reihe: Heyne SF 4200
ISBN: 3-453-31134-5     ISBN13: 978-3-453-31134-3 
Hardcover [Kunstleder/SU oder Pappe] Neuauflage
Verlag/Jahr: Das Neue Berlin [DDR] / 1989 - 295 Seiten
Reihe: Das Neue Berlin 249
ISBN: 3-360-00249-0     ISBN13: 978-3-360-00249-5
Mit 13 Illustrationen von Aiga Rasch
Taschenbuch Neuauflage
Verlag/Jahr/Seiten: Heyne / 1992 - 287 Seiten
Reihe: Heyne SF 4200
ISBN: 3-453-31134-5     ISBN13: 978-3-45331134-3
Taschenbuch Neuauflage
Verlag/Jahr/Seiten: Heyne / 2005 - 326 Seiten
Reihe: Heyne Meisterwerke der Science Fiction 52121
ISBN: 3-453-52121-8     ISBN13: 978-3-453-52121-6
Mit einem Vorwort von Frank Schätzing
Taschenbuch Sammelband
Herausgeber: Alexander Martin
Verlag/Jahr/Seiten: Heyne / 2013 - 1.132 Seiten
Reihe: Heyne SF 31476
ISBN: 3-453-31476-X     ISBN13: 978-3-453-31476-4 
Der letzte Tag der Schöpfung l Midas l Das Cusanus-Spiel
Weitere Ausgaben: 1981, Hardcover von Donauland Kremayr & Scheriau l 1982, engl. Ausgabe unter dem Titel "The last day of creation" von Century [USA], ISBN: 0-7126-0043-4 und St. Martin's Press [GB], ISBN: 0-312-47061-4 l Deutscher Bücherbund - Club-Ausgaben
Inhalt: Rätselhafte archäologische Funde bestärken die amerikanische Regierung in der Annahme, dass sie mit dem geheimsten ihrer Projekte Erfolg haben könnte: Mittels Zeitmaschinen Millionen Jahre in die Vergangenheit zu reisen und die Menschheitsgeschichte zugunsten der USA zu verändern. Noch ahnt niemand, dass damit eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes heraufbeschworen wird.
Der Roman besteht aus drei deutlich unterscheidbaren Teilen. Der erste Teil beginnt damit, eher zusammenhangslos die Funde der Artefakte und passende Geschichten dazu zu erzählen. Es folgt die Rekrutierung der Chrononauten und die detaillierte Erklärung des "Chronoton-Projekts". Der zweite Teil ist eine typische Beschreibung von Kriegswirren und deren Folgen. Er schildert den Überlebenskampf in Zeiten des Krieges. Der eher offen gehaltene Schlussteil des Romans beschreibt fragmentarisch die Zerrissenheit Steve Stanleys, die Alternativen die ihm bleiben und seine Entscheidung. Zum Schluss wird der Leser mit einigen offenen Fragen zurückgelassen.
Klappentext Bertelsmann: Eine großartige Abenteuergeschichte - eine Zeitreise in die vormenschliche Urzeit vor fünf Millionen Jahren mit dem Ziel, Erdöl für den Westen zu gewinnen. Wolfgang Jeschkes "Der letzte Tag der Schöpfung" ist ein außergewöhnlicher Science Fiction-Roman, wie er spannender nicht sein kann.
Die über 750 Personen, die in dem großen Sitzungssaal des amerikanischen Raumfahrtzentrums zusammentreffen, haben nur eines gemeinsam: Sie sind als die Besten ihres Faches für ein ebenso abenteuerliches wie strategisch wichtiges Kommandounternehmen vom Computer ausgesucht worden. Es sind hervorragende Spezialisten aus Wissenschaft und Technik, erfahrene Geologen und Testpiloten, Logistiker und auch Angehörige der kämpfenden Truppe. Sie alle kennen ihren Auftrag nicht, aber sie wissen, dass ihre Geheimmission etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen wird und in dieser Zeit kein Kontakt mit der Heimatwelt möglich ist. "Ist das so zu verstehen, dass es während des gesamten Zeitraums auch keinen Funkkontakt mit der Erde geben wird?", will einer der Anwesenden wissen. Darauf erhält er keine Antwort. Erst am nächsten Tag gibt man den Teilnehmern dieser Sondermission nähere Informationen. Was sie zu hören bekommen, können sie sich einfach nicht vorstellen: Ihr Einsatzziel liegt weder auf dem Mars noch auf anderen fernen Planeten, sondern auf der Erde, und zwar in einer erdgeschichtlichen Phase, die vor genau 5,3 Millionen Jahren stattgefunden hat. Sie sollen Zeugen und Teilnehmer eines Experiments werden, das sie in die vormenschliche Urzeit zurückbringen wird. Ihr Operationsgebiet, das durch eine Erdfaltung entstanden ist, liegt im westlichen Mittelmeerbecken. Hier lagern unermessliche Vorräte an Erdöl, die sie für die Energieversorgung der Gegenwart sichern sollen. Diese Reise in die Vergangenheit wird zu einem Abenteuer, wie es spannender nicht sein kann. Die Teilnehmer an dieser faszinierenden Expedition sind ausersehen, das Paradies zu betreten, doch sie werden an diesem letzten Tag der Schöpfung nicht Zeugen der Genesis, sondern sie erleben eine Apokalypse...
Wolfgang Jeschke kennt man seit Jahrzehnten als einen der profiliertesten Herausgeber der Science Fiction-Abteilung im Heyne-Verlag. Und man kann unschwer feststellen, dass die Zeitreisethemen zu seinen Lieblingen gehören. Ohne ihn wäre diese Literaturform wohl nie so erfolgreich im deutschsprachigen Bereich geworden. Aber Jeschke war natürlich auch Autor. Er schrieb relativ wenig - aber gekonnt, und was er schrieb hat Gewicht. Ich nehme hier mal einfach zwei Werke, die abgesehen von ihrer Auszeichnung [Kurd Lasswitz Preis] zum Besten gehören, was ein deutscher Autor bisher vorgelegt hat: Der letzte Tag der Schöpfung und Das Cusanus-Spiel.
Meine Wertung: [8]
Mal vorweg: Dieser Roman ist sein Romandebüt! Mit so einem Werk zu beginnen ist schon eine erstaunliche Leistung. Natürlich geht es hier um sein Lieblingsthema: Zeitreise. Jeschke reiht sich damit in eine schier unendliche Reihe - auch sehr renommierter - Autoren ein, aber Jeschke hat doch eine geniale Variante dieses Themas gefunden - eine Mischung aus Politik, Ökonomie und Zeitreise. Den USA geht es nicht wirklich gut, aber immerhin haben sie nun die Zeitreise (in die Vergangenheit) technisch ermöglicht und natürlich tritt auch schon das Militär auf den Plan. Sofort wird von CIA, Navy und NASA ein streng geheimer Plan entwickelt und begonnen Bautrupps und Material fünf Millionen Jahre in die Vergangenheit zu senden. Damals war das Mittelmeerbecken noch trocken und die Bautrupps bauen eine Pipeline von Nordafrika bis an die Nordsee. Jetzt können sie das wertvolle Öl abpumpen und in ihre Gegenwart transferieren. Nun steht ihnen die Möglichkeit offen, endlich die unangreifbare Übersupermacht der Erde zu werden! Wir haben es geahnt: Rückschläge und Katastrophen, bedingt durch die seltene Dummheit und Überheblichkeit der Militärs folgen - und alles wird immer absurder. Dass man geglaubt hat, den späteren Ölscheichs somit das Öl vor der Nase wegzupumpen stellt sich leider als Irrglaube heraus. Die sind schon längst da... und nicht nur sie. Letztlich sind die Zeitreisenden in der Vergangenheit gestrandet und ihre Versuche dort etwas Neues für sich aufzubauen beschwört eine apokalyptische Entwicklung herauf, die zwangsläufig zur Gegenwart durchschlägt! Wer wissen will, warum das Mittelmeerbecken später doch mit Wasser gefüllt ist sollte die Story Die Gibraltar-Fälle mal lesen!

Ein ähnlich gelagertes Thema [die USA wollen die Geschichte zu ihren Gunsten ändern] findet sich auch in Ihre Gebeine von Howard Waldrop
Kurd Lasswitz Preis 1982 - Bester deutschsprachiger Roman l Eine Rezension zum Buch erschien 1981 im Science Fiction Jahrbuch 1983 von Heinz J. Baldowé


Ein für dieses Genre interessantes Buch...

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