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Taschenbuch Bearbeitet: 18.11.2011
Originaltitel: The alteration [1976]
Autor: Kingsley Amis
Verlag/Jahr/Seiten:
Heyne / 1986 - 254 Seiten
Reihe: Heyne SF
4314
ISBN: 3-453-31310-0
Übersetzung: Walter Brumm
Alternativwelt-Zuordnung: Rel |
Genre-Zuordnung: STP |
Liste
Zuordnungen

Man schreibt das Jahr
1976 - aber in einer Welt, wie sie durchaus existieren könnte, jedoch
nicht die geschichtlich bekannte Wirklichkeit geworden ist.
Martin
Luther
nämlich ist in
Rom zu Kreuze gekrochen; also fand die
Reformation
nicht
statt. Die römisch-katholische
Kirche
hat die Welt fest
in der Hand, in Europa ist ihre Herrschaft absolut, und nur in Amerika ist
man etwas aufmüpfiger gegen den
Papst
und ein bisschen
liberaler, was Wissenschaft und Technik betrifft. Doch es ist auch eine
andere Kirche, als wir sie kennen, eine, die nicht herausgefordert und
gedemütigt wurde. Sie ist die Mutter der Gläubigen, in deren weiten
Gewandfalten ihrer Hierarchie auch Typen ihren Platz gefunden haben, die
in unserer politischen Geschichte als Schurken linker oder rechter
Provenienz Karriere machten. In dieser Alternativwelt lebt im London des
ausgehenden
20. Jahrhunderts ein Junge namens Hubert Anvil, der über
eine begnadete Stimme verfügt. Es ist der Wunsch der Kirche, dass ihr
diese Stimme zum Lobe Gottes erhalten bleibe. Das würde ein Leben in Ruhm
und Reichtum bedeuten, versichert man ihm, und sein Vater fühlt sich
geehrt. Erst allmählich erkennt der junge Hubert die Tragweite
dessen, was der gottgefällige Schritt für ihn bedeuten würde: die
Kastration.
Den Nachstellungen der Kirchenoberen entzieht sich Hubert durch die
Flucht in die Botschaft New Englands, von wo er per Luftschiff [benannt
"Edgar Allan Poe"] nach Amerika gelangt. In Amerika florieren
angeblich Demokratie,
Protestantismus
und moderne
Technik [so etwa die verbotene Elektrizität]. Aber er kommt vom Regen in
die Traufe: Die "aufgeschlossenen"
Protestanten erweisen sich
als gewöhnliche Rassisten, die ihm den Umgang mit den Ureinwohnern
verbieten, welche sie wie Kinder behandeln, da sie "kleinere Gehirne
als richtige Menschen" hätten. Huberts Flucht war vergeblich.
Das
Buch wurde mit dem John
W. Campbell Memorial Award
ausgezeichnet
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