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Hier findet Ihr ein Buch welches ich für dieses Genre interessant finde...
         

ZEITEFFEKT|Die Enklaven der Zeit - Status: bearbeitet/ergänzt 27.6.2018

Enklaven der Zeit l Dieses Buch kostenlos? l Einführung
Taschenbuch
Originaltitel: 2000 [1982]
Autor: Gheorghe Sâsârman [1982]
Verlag/Jahr/Seiten: Heyne / 1986 - 267 Seiten
Reihe: Heyne SF 4259
ISBN: 3-453-31240-6     ISBN13: 978-3-453-31240-1

Kernforscher unternehmen den Versuch, Quanten aus einem Atomkern herauszulösen. Der Versuch glückt, doch unversehens taucht ein Nebeneffekt auf: Es entstehen Risse im Raum-Zeit-Kontinuum, durch die Menschen und Gegenstände in die Vergangenheit beziehungsweise in die Zukunft verschwinden. Es kommt zu schicksalsschweren Begegnungen zwischen Menschen ganz verschiedener Epochen, während andere sich auf eine fieberhafte Suche durch die Zeiten begeben, um ihre verschwundenen Angehörigen zu finden. Die Risse im Kontinuum vermehren sich, die Physiker sind ratlos. Als letzte rettende Lösung bietet sich an, die berühmtesten Wissenschaftler, Gelehrten und Philosophen aus allen Jahrhunderten zu einem Symposion zusammen zu holen, um die Konsequenzen dieses leichtsinnigen Eingriffs in die Natur wieder unter Kontrolle zu bringen, doch die Aussichten sind gleich Null. Die Veränderungen sind irreversibel.

Ähnliche Themen [Zeitflecken] haben auch Kevin O'Donell in Der Tisser-Krieg, Murry Leinster in Quer durch die Zeit [der 1. Roman mit diesem Thema], David I. Masson in der Kurzgeschichte Verlorener Boden, Gordon R. Dickson in Sturm der Zeit, Brian W. Aldiss in Der entfesselte Frankenstein, John Brunner in Die Gezeiten der Zeit und Arthur C. Clarke & Stephen Baxter in Die Zeit-Odyssee beschrieben. 
Wertung von Zeitreisefan: [1]
Selten hat mich ein Roman, dessen Klappentext meine Aufmerksamkeit erregt hatte, so sehr enttäuscht, wie dieser schwache SF-Roman von Gheorghe Sâsârman. Die Personen werden ungenügend präzise eingeführt, man bekommt nie eine Vorstellung von den Handelnden. Sie bleiben alle seltsam vage und nebulös, man bekommt kaum Zugang zu ihnen. Die Idee, Risse im Raum-Zeit-Kontinuum führen zu Kontakten unterschiedlicher Epochen, wird von Stephen Baxter und Arthur C. Clarke in Die Zeit-Odyssee sehr viel anschaulicher dargestellt, obwohl ich auch jenen Roman nicht wirklich empfehlen würde. Gheorghe Sâsârman nutzt nicht die Chance, aus den Zeitrissen eine spannende Handlung zu basteln, sondern macht daraus eine seltsam blasse rechtlich-moralische Diskussionsblase und fabuliert viel philosophisch angehauchten Nonsens, den er den aus vergangenen Zeiten geholten berühmten Persönlichkeiten in den Mund legt. Wie die Veränderungen im Raum-Zeit-Kontinuum schließlich doch noch geregelt werden, liest man gegen Ende des Buches auf gerade mal einer halben Seite. Ich habe es dabei fast überlesen und blieb schließlich mit einem fassungslosen Staunen mit dem beendeten Buch in der Hand sitzen und fragte mich, warum ich mir dieses Buch nur angetan hatte. Eine derart enttäuschende Auflösung des Problems hatte ich noch nie gelesen. Es bleibt der Eindruck, dass hier mal wieder eine gute Idee sinnlos verschenkt wurde...
Meine Wertung:
[2]
Ich kann kann mich weitgehend der Wertung von Zeitreisefan anfreunden, bin aber immerhin bereit dem Buch einen Stern mehr zu geben. Die Idee, berühmte Wissenschaftler aus allen Zeitepochen zu holen, damit die Probleme lösen ist mir dieser eine Stern mehr wert. Allerdings bleibt eben ein fader Nachgeschmack am Ende übrig, dass man eigentlich Zeit verschwendet hat um dieses Werk zu lesen.

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