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Taschenbuch
Erfasst: 25.12.2009
Originaltitel:
The timeships [1995]
Autor:
Stephen
Baxter
Verlag/Jahr/Seiten:
Heyne
/ 2004 - 732 Seiten
Reihe: Heyne SF 21091
ISBN: 3-453-21091-3
Zeitmaschinen-Zuordnung: MM |
Genre-Zuordnung:
|
Liste
Zuordnungen

Eine legitime Fortsetzung von H.G. Wells legendärem Klassiker
Die
Zeitmaschine
Bei einem weiteren Vorstoß in die ferne Zukunft entdeckt der Zeitreisende
eine erschreckende Welt, die er selbst geschaffen hat: das Sternenreich
der Morlocks. Es ist der Beginn einer abenteuerlichen, phantastischen
Fahrt durch Vergangenheit und Zukunft, die schließlich zum Beginn der
Zeit führt.
Meine
Wertung:         
[8]
Meine Wertung mag vielleicht
etwas subjektiv positiv ausfallen, was wohl daran liegt, dass ich ein
absoluter Baxter-Fan bin. Allerdings ist die Idee, die Morlocks in den
Weltraum zu "entlassen" und den Charakter vollkommen umzudrehen
schon abgefahren. Die von Baxter beschriebene Schalenwelt der Morlocks ist
einfach phantastisch. Es mag den Einen oder Anderen sicher etwas traurig
stimmen, dass die Menschheit im Zuge dieser neuen Evolutionsgeschichte
einfach nur noch eine unbedeutende und vergessene Randnotiz ist - aber so
ist es eben, wir sind nur ein Fliegschiss der universellen Geschichte...
und wirkliche Chancen sollten wir uns nicht ausrechnen.
Wie
schon bei anderen Rezensionen von mir erwähnt: Ich mag diese durchaus
offenen Enden, die Platz für eigene Phantasien lassen - und die Hoffnung,
dass es vielleicht mal weitergeht?
Rezension von Zeitreisefan:
        
[5]
Mir hat das Buch insgesamt recht gut gefallen. Insbesondere die Vision einer den Weltraum erobernden
Morlock-Gesellschaft hat mich begeistert. Nur wenige Autoren schaffen es, eine sehr ferne Zukunft phantasievoll und eindrucksvoll zu beschreiben. Meist ergehen sich andere Autoren in anthropozentrischen Darstellungen einer tollen, alles ermöglichenden Zukunft, in der der Mensch all seine Unzulänglichkeiten besiegt hat.
Baxter hingegen lässt den Menschen einfach – dinosauriergleich – von der Evolution hinwegfegen, erinnert in dieser Konsequenz erfreulich an
Brian M. Stablefords Zeitsprünge.
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Eine
externe Rezension findet Ihr hier:
Im Mittelteil zeigt Baxter allerdings Schwächen: seine Parallel-Historie des frühen 20. Jahrhunderts mit einem ewigen Kriegsschauplatz
Europa, in dem sich diktatorische Briten mit nicht weniger abstoßenden
Deutschen in ewigen Kampfhandlungen befinden, soll wohl als Antikriegs-Romanteil herhalten, bleibt dabei aber blass und unglaubwürdig. Nun ja, in einem Multiversum sei auch ein solch unattraktiver Geschichtsverlauf gestattet, dem Buch nimmt es allerdings an Fahrt.
Das nahe Ende mutet mir etwas zu esoterisch zu: viel Lichtvisionen, wenig Phantasie. Der endgültige Schluss versöhnt den Zeitreisenden schließlich wieder mit seinem Wunschverlauf der Zeitlinie, hinterlässt aber gleichzeitig ein durchaus offenes Ende.... ....Vorbereitung einer Fortsetzung?
Alles in Allem trotzdem ein durchaus lesenswertes
Buch.
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