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Film
Einführung
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Taschenbuch
Bearbeitet: 1.5.2012
Autor:
Michael Krinzeßa [1999]
Verlag/Jahr/Seiten:
Grin Verlag
/ 2007 - 52 Seiten
Reihe: ...V9377
ISBN: 3-638-64100-7 ISBN13: 978-3-638-64100-5

Im
Jahre
1922
entstand unter der Regie von
Friedrich
Wilhelm Murnau in Deutschland der berühmte Stummfilmklassiker
Nosferatu
- Eine Symphonie des Grauens
, mit dem legendären
Max
Schreck in der Hauptrolle. Die Handlung wurde in groben Zügen dem
weltweit bekannten Roman
Dracula
nachempfunden, der
1897
von dem Professor für englische Sprache und Literatur
Bram
Stoker in Großbritannien veröffentlicht wurde.
Murnau
ist es gelungen, ein Meisterwerk des Horrorgenres zu schaffen, obwohl die
filmtechnischen Mittel der Stummfilmära im Vergleich zu den Methoden der
heutigen Filmproduktionen geradezu primitiv erscheinen. Auch in der gegenwärtigen
Zeit scheint der Siegeszug des Klassikers ungebrochen. Zum hundertjährigen
Geburtstag des Regisseurs wurde
1989
die Urfassung des Werkes rekonstruiert und mit einer extra dafür
geschaffenen Hintergrundmusik, komponiert von Hans Proschka,
unterlegt. Das
Filmmuseum
München stellte die Filmkopie zur Verfügung, deren Bearbeitung durch
Enno
Patalas erfolgte. Zahlreiche kommunale Kinos lassen in einer Epoche,
die von Hightech und Internet geprägt ist, durch die Vorführung von Nosferatu
die nostalgische Zeit der
zwanziger Jahre
wieder aufleben. Im
Kulturhaus
Osterfeld in
Pforzheim
ist beispielsweise dieses berühmte Vampirepos ein regelmäßiger
Bestandteil von Freiluftkinoveranstaltungen in der Sommerzeit.
Sechsundfünfzig
Jahre nach F.W. Murnaus Stummfilmklassiker hat der deutsche
Regisseur
Werner
Herzog
e eine Neufassung seines berühmten Vorbildes gedreht.
1978
erschien der Farbfilm Nosferatu - Phantom der Nacht. Wolfgang
Limmer, Redakteur des
Spiegels
bewunderte in einem Artikel seiner Zeitschrift vom März 1979 den Mut des
Regisseurs, an die große Tradition des deutschen Stummfilms anknüpfen zu
wollen... , ...Leider spürt man Murnaus unerreichbares Vorbild
allzu bedrückend. Seiner Meinung nach stellte Herzogs Werk in
vielen Einstellungen eine Kopie des Originals dar, obwohl er versuchte,
dem Film durch modifizierte Charaktereigenschaften der Hauptdarsteller
oder auch durch die Veränderung der Schlussszene, eine sehr persönliche
Nuance zu geben. Doch das beängstigende Flair des Grauens, das der
Klassiker von 1922 ausstrahlte, konnte die Neufassung nie erreichen. So
blieb Herzogs Nosferatu trotz der Starbesetzung mit
Klaus
Kinski und
Isabelle
Adjani im Schatten seines historischen Originals, ohne dessen
Bekanntheitsgrad zu erlangen.
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