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Film
Einführung
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Taschenbuch
Bearbeitet: 1.5.2012
Autor:
Mathias Seeling
Verlag/Jahr/Seiten:
Grin Verlag
/ 2009 - 24 Seiten
Reihe: Dokument V127101
ISBN: 3-640-33501-5 ISBN13: 978-3-640-33501-5

Schattenbilder: Das expressionistische Kino und seine Lichtkünste am Beispiel
Friedrich Wilhelm Murnaus "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens"
1922 In der
Entstehungszeit
Friedrich
Wilhelm Murnaus Nosferatu
- Eine Symphonie des Grauens
sind immer noch die Zustände des seit
vier Jahren vergangenen
ersten
Weltkrieges zu spüren. Die Welt liegt im Chaos, weitab von jedem Gefühl
einer Grundordnung. Genau dies spiegelt der Film wider auch heute noch,
nach fast 87 Jahren. Doch trotz der schwierigen Verhältnisse, dem extrem
niedrig angesetzten Produktionsbudget der Nachkriegszeit und dem Trend,
alles irgendwie nach den Formvorgaben der expressionistischen Künstler-Avantgarde
der 1910er Jahre, schaffte es Murnau, einen ausdrucksstarken Film
zu produzieren, der seine eigene expressive Art in sich birgt.
Die
distanzierte Betrachtungsweise unserer Generation lässt uns jedoch das
als expressionistisch erscheinen, was früher romantisch hieß. So wird
die zwischenmenschliche Beziehung und die Übermacht der Liebe zentraler
empfunden worden sein, als in heutigen Tagen, in denen man mehr auf die Mise
en Scène und die Wirkung von verschiedenen Filmstil-Elementen achtet.
Eine
durchgängige Problematik zeigte sich bei der Erschließung des Themas mit
der subjektiven Filmrezeption, die jeden Zuschauer begleitet. Aufgrund
dessen ziehe ich verstärkt zeitgenössische Rezeptionen, wie
beispielsweise die von
Siegfried
Kracauer mit ein, die jedoch schon damals ähnlich pragmatische Ansätze
behandelten. Diese Subjektivität der Wahrnehmung wird während der
Betrachtung des Unheimlichen, eine starke Beziehung zum direkten
Filmerleben eingehen und versucht zu veranschaulichen, was das Unheimliche
so unheimlich macht. Hierbei ist natürlich der historische Kontext zu
beachten, sowie auch neuere Theorien, wie die von
Jacques
Lacan über das Imaginäre, finden dazu effektiven Bezug. Mit dieser
einführenden Betrachtung des Grauens in Murnaus Film erfolgt dann
die Detailbetrachtung expressiver Momente. Einerseits hinsichtlich der
filmspezifischen Mittel und andererseits in Bezug auf das Schauspiel und
die Charakteristik der wichtigsten Figuren.
Diese
Arbeit erhebt hierbei in keinerlei Hinsicht Anspruch auf Vollständigkeit,
da das Wesen des Films zu weitreichend ist, um es in diesem Rahmen zu
erfassen. Sie versucht wichtig erscheinende Momente des
expressionistischen Films hinsichtlich des "Unheimlichen"
analytisch wiederzugeben.
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