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PARALLELWELTEN l Welt am Draht / The 13th floor / Simulacron Drei [Simulacron-3]







Status: bearbeitet/ergänzt 19.4.2018 [1430]
















Welt am Draht - Cover: Eyke Volkmer  HC-Ausgabe   Neuauflage: Welt am Draht - Cover: Eyke Volkmer   TB-Ausgabe ø Preis Antiquariat: € 22,-- !   Neuauflage: Welt am Draht - Cover: Eyke Volkmer - TB-Neuauflage ø Preis Antiquariat: € 17.- Die Original-Ausgabe: Counterfeit world  Neuauflage 1999 unter dem Titel: The 13. floor  ø Preis Antiquariat: € 13,50 
  Daniel F. Galouye  
    Neuauflage 1983 unter dem Titel: Simulacron Drei Neuste mir bekannte Originalausgabe: Counterfeit world   Neuste mir bekannte deutsche Ausgabe - Cover: Edward Miller [The last elevator] -       

Hardcover [Leinen + SU] Cover siehe oben
Originaltitel/Verlag: Counterfeit world [1964] Gollancz [Orionbooks] [GB]
Autor: Daniel F. Galouye
Verlag/Jahr/Seiten: Goldmann / 1965 - 185 Seiten
Reihe: Goldmanns Zukunftsromane 64
Übersetzung: Tony Westermayr
Obwohl die älteren Hardcover-Ausgaben von Goldmann oft in Leihbüchereien zu finden waren, wurden sie natürlich nicht explizit zu diesem Zweck gedruckt! Die Qualität der Goldmann-Werke und der ansonsten üblichen Leihbücher trennen Welten!
Taschenbuch Cover siehe oben
Verlag/Jahr/Seiten: Goldmann / 1965 - 185 Seiten
Reihe: Goldmanns Weltraum Taschenbücher 057
Taschenbuch Neuauflage Cover siehe oben
Verlag/Jahr/Seiten: Goldmann / 1974 - 181 Seiten
Reihe: SF 23057
ISBN: 3-442-23057-8     ISBN13: 978-3-442-23057-0
Taschenbuch Neuauflage Cover siehe oben
jetzt unter dem Titel "The 13th floor"
Verlag/Jahr/Seiten: Kiepenheuer & Witsch / 1999 - 239  Seiten
ISBN: 3-462-02826-X     ISBN13: 978-3-462-02826-3
Taschenbuch Neuauflage Cover siehe oben
jetzt unter dem Titel "Simulacron Drei" [Simulacron]
Herausgeber: Wolfgang Jeschke
Verlag/Jahr/Seiten: Heyne / 1983 - 222 Seiten
Reihe: Heyne Bibliothek der SF Literatur, Band 16
ISBN: 3-453-30904-9     ISBN13: 978-3-453-30904-3
In einheitlicher weißer Aufmachung erschien 1981-2001 die Taschenbuch-Edition Bibliothek der Science Fiction Literatur im Heyne Verlag, herausgegeben von Wolfgang Jeschke
Neuste mir bekannte Originalausgabe Cover siehe oben
Verlag/Jahr: Hamlyn [GB] 1983
GB ISBN: 0-600-32126-6     ISBN13: 978-0-600-32126-2
Cover: keine Angaben
Neuste mir bekannte deutsche Ausgabe Cover siehe oben
jetzt unter dem Titel "Simulacron-3"
Verlag/Jahr/Seiten: HJB / 2013 - 240 Seiten
ISBN: 3-937-35559-6     ISBN13: 978-3-937-35559-7
Simulacron-3: In einer nicht allzu fernen Zukunft wird jedes Produkt, bevor es in Serienproduktion geht, ausgiebig auf seine Marktakzeptanz hin getestet. Die Firma TEAG konstruiert zu diesem Zweck einen gigantischen Computer, der eine nahezu perfekte elektronische Simulation der wirklichen Welt ermöglicht, mit all ihren komplizierten Interaktionen. Bevölkert wird sie von mehreren tausend individuell entwickelten elektronischen Kunden, die in der Illusion existieren, sich in der richtigen Welt zu bewegen. Douglas Hall, Direktor der TEAG, kommt eines Tages auf den Gedanken, dass auch seine Wirklichkeit nichts anderes sein könnte als eine Simulation. Er beginnt, seine direkte Umwelt in Frage zu stellen und sucht nach unwiderlegbaren Beweisen für die reale Existenz seiner selbst. Je intensiver er seine Suche betreibt, um so merkwürdigere Erfahrungen macht er. Manche davon drohen, ihn in den Wahnsinn zu treiben.

Inhalt: Welt am Draht gehört unbedingt in die Reihe der Parallelwelten-Liste! Ich kann zwar nur von der Verfilmung von 1970 ausgehen, aber ich fand die Geschichte schon damals absolut genial. Der Roman wird jetzt auf jeden Fall auf meine Kaufliste kommen und dann auch sofort gelesen werden.

Der Autor Daniel F. Galouye schildert in diesem utopisch-technischen Roman zwei Welten. Die eine ist wirklich, die andere unwirklich. In ihr sind Materie und Bewegung nichts anderes als das Spiel elektronischer Kräfte: grenzenlose Illusion, Fälschung. Wer aber betreibt sie? Jene unbegreifliche Macht, die vernunftbegabte Wesen wie Marionetten dirigiert... Trotzdem gelingt einem Mann namens Douglas Hall der Durchbruch aus der Welt der Illusion in die Wirklichkeit.  Kein Fernsehapparat, keine Zahnbürste wird auf den Markt gebracht, bevor man nicht in Computersimulationen getestet hat, ob das Produkt "ankommen" wird. Die Supercomputer der TEAG, der Test AG, geführt von Horace P. Siskin, machen es möglich. In ihren umfangreichen Speicherbänken befindet sich eine simulierte Großstadt bis ins kleinste Detail, mit Tausenden von Bewohnern, die individuell gestaltet sind und denen man die Illusion vermittelt, in einer "wirklichen" Welt zu leben. Eines Tages macht einer der TEAG-Ingenieure die Bemerkung, es fehle nur noch, dass die Bewohner der Simulation auf die Idee kämen, sich eine eigene Simulation zu konstruieren. Von da an verfolgt Douglas Hall, technischer Direktor der TEAG, die wahnwitzige Idee, dass die Wirklichkeit, in der er lebt und die er zu kennen glaubt, auch nur eine Simulation sein könnte. Und er macht ein paar beängstigende Entdeckungen, die darauf hindeuten, dass seine Vermutung stimmt. Die Straße hört beispielsweise nach 30 Metern auf. Douglas sucht einen Ausweg aus seiner Ungewissheit in der Liebe zu Jinx. Doch wie soll Liebe wachsen, wenn er befürchten muss, dass der große Simulator im Himmel jederzeit das Jüngste Gericht einläuten, d.h. alles umprogrammieren oder löschen kann? Ist dieser Gott ein Sadist? Aber Gott ist nicht tot, sondern ein Simulationselektroniker.
Der Roman wurde 1973 von Rainer Werner Faßbinder unter dem deutschen Buchtitel Welt am Draht als Fernsehspiel in Szene gesetzt, und war damals ein großer Publikumserfolg. Klaus Löwitsch ging als Douglas Hall auf die Flucht. 1997 versuchte sich Michael Verhoeven am Stoff, verlor aber gegen Matrix, der Zeitgleich mit einem ähnlichen Thema herauskam. Ein weiterer Versuch glückte dann 1999 Josef Rusnak [Produktion: Ute und Roland Emmerich] unter dem Titel The 13th Floor.
Meine Wertung: [8]
Geht man von der [relativ nahe am Roman erzählten] Filmversion von 1973 aus, dann ist die Story auf jeden Fall für die Zeit [erst recht weil Galouye die Story schon 1964 schrieb] echt innovativ. Erst der Zyklus Otherland oder auch D.J. MacHale in seinem Pendragon-Zyklus in Band 4 hat meiner Meinung nach die erzählerische Qualität von "Welt am Draht" wieder erreicht. Dass der Roman letztlich ein düsterer, und nachhaltig pessimistischer, Ausblick in eine solche Zukunft ist, war auf jeden Fall die Absicht von Galouye. Das Schlimme ist ja, dass inzwischen [2016] eine auffällige Tendenz sichtbar wird, solche Simulationen tatsächlich zu verwirklichen. Es ist doch nur eine Frage der Kapazitäten von Speicher und Prozessoren, bis es, wie im Roman beschrieben, verwirklicht werden kann.


Ein für dieses Genre interessantes Buch...

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