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FACHLITERATUR | Zeitreisen: Fakten & Fiktionen

Cover: Iris + Jochen Grün
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Film Einführung Lesen
Taschenbuch Bearbeitet: 6.9.2011
Autor:
Peter Ripota 
Verlag/Jahr/Seiten:
BoD / 2009 - 200 Seiten
ISBN: 3-839-11713-5     ISBN13: 978-3-839-11713-2


Zeitreisen sind faszinierend, verstörend, undenkbar. Allein die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen und seine eigene Gegenwart zu ändern, führt zu scheinbar unlösbaren Paradoxien. Das muss nicht sein, wie der Physiker Peter Ripota in diesem Buch zeigt. Anhand logischer Überlegungen und mathematischer Diagramme beweist er: Zeitreisen sind denkbar. Aber sind sie auch machbar? Und wohin führen sie?

Meine Wertung:
[7]
Der Autor spricht hier eigentlich alle relevanten Aspekte einer Zeitreise kurz an. Ich schreibe "kurz" - und meine es damit auf jeden Fall auch positiv. Man kann über etliche physikalische oder logische Probleme nämlich auch ausufernde Abhandlungen finden, die ohne ein entsprechendes Studium kaum oder nicht verstanden werden können. Weiterhin kann man positiv feststellen, dass hier viele Aspekte der Zeitreise mit literarischen Beispielen untermauert werden. Ich gehe auch davon aus, dass Vieles tatsächlich leichter zu verstehen ist, wenn man es eingebettet in die Handlung eines Romans lesen kann. Im Gegensatz zu mir, hat sich Ripota bemüht, Beispiele aus der SF-Literatur zu finden, die die "gesicherten" physikalischen Grundlagen benutzen. In meiner kleinen Abhandlung über die Technik der Zeitreise bleibe ich auf der "phantastischen" Seite, tue einfach so, als ob die von den Autoren beschriebenen Methoden und Maschinen tatsächlich funktionieren würden. Mehr zum Verständnis der verschiedenen "Glaubensrichtungen" der Zeitreise hat die tabellarische Zusammenfassung [Determinismus, Veränderbare Vergangenheit und Parallelwelten] beigetragen. Ach ja, was die Parallelwelten angeht... Ripota macht in meinen Augen einen Fehler, wenn er ausführt, dass Parallelwelten für SF-Autoren uninteressant wären, weil es keinerlei Verwicklungen [Zeitparadoxon] gibt! Lieber Autor, ich bin ganz der gegenteiligen Meinung. Es gibt reichlich Beispiele, von unseren besten Autoren, die gerade aus dem Parallelweltthema hervorragende Werke gezaubert haben. Sicher gibt es auch noch einige kleine Datenfehler bzgl. der erwähnten Romane, die aber wirklich zu vernachlässigen sind. Ansonsten erhalten wir noch 3 Kurzgeschichten dazu, die sich zu lesen auch allemal lohnen. Zusammengefasst kann ich also nur sagen, eine [relativ] leicht zu lesende "schwere" Kost, die letztlich vielleicht etwas klüger macht, ohne den Kopf zu sehr zu belasten.

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