![Das neue Berlin - Fenster zur Unendlichkeit - Herbert Krempien [Hg]](cover/berlin_6221941_a.jpg)
Cover: Hans Ticha
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Film
Einführung
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Hardcover
Autor: Herbert Krempien [Herausgeber]
Verlag/Jahr/Seiten: Das neue Berlin [DDR] / 1974 -
376 Seiten
Reihe: ... 622 194 1

Wenn sich die
Uhren nicht mehr nach der Zeit, sondern die Zeit nach den Uhren richtet, wie auf
jenem sagenhaften Planeten, dessen freundliche Bewohner einem "Schiffbrüchigen“ von der Erde das Leben retten, wenn ein Dichter
der Vergangenheit in unsere Epoche tritt, um sich in einer Art Persönlichkeitsmetamorphose mit einem Filmstar
zu assoziieren, wenn ein Mann aus der Zukunft in einem sowjetischen Konstruktionsbüro vermöge bloßer
Willenskraft, nicht nur aus dem "Nichts“ Nägel in die Wand schlägt, sondern dank der gleichen geheimnisvollen
Gabe, drei Quartalspläne auf einmal erfüllt, wenn aus unbekannten Dimensionen des
Absoluten Alls eine nicht
"gravitationshörige“ Materie auf unser Raum-Zeit-Kontinuum zurückt und die Menschheit
- um zu überleben - sich
genötigt sieht, samt Wissen und Entwicklungsdaten in einen gewaltigen Informationsstrahl zu schlüpfen, wenn ein
deutscher Kommunist aus der Zeit des antifaschistischen Widerstandskampfes als Lohn und Dank für sein
opferreiches Leben, von fernen Nachfahren eine Stunde des fünfundzwanzigsten Jahrhunderts geschenkt bekommt
- wenn also ein solchermaßen freies Spiel mit der
"Zeit“
getrieben wird, simd das gewisslich nicht nur Rendezvous mit dem physikalischen Phänomen und der philosophischen Kategorie, sondern auch
ein Blick ins Kaleidoskop sozialer,
politischer und ethischer Thematik, das die moderne sowjetische Phantastik für uns bereithält. Auf jeden Fall ist es literarisches Modelldenken von bisweilen starker Gegenwartsbezogenheit, welches die Anliegen unserer
"Zeit“-Geschichten per "Zeitexpress“ ins Leserbewusstsein befördert.
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