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Hier findet Ihr ein Buch welches ich für dieses Genre interessant finde...
         

ZEITREISEN|Zeitspirale Status: bearbeitet/ergänzt 19.5.2017
Originaltitel: The Hertford manuscript / H.G. Wells' time machine universe [1976]
Autor: Richard Cowper
Alternativtitel:
36 Seiten l Genre-Zuordnung: Wells l Zeitmaschinen-Zuordnung: MM
Eine "moderne" Variante der Zeitmaschine von H.G. Wells...

 
Zuerst erschienen in der Anthologie "The custodians and other stories" - Gollancz [Orionbooks] [GB] 1976
letzte mir bekannte Original-Erscheinung:   
 Anthologie "Wollheim's World's Best SF: Series Six",
AW Books [USA] 1982   
Cover: Antonio Bernal Romero [Bernal] - ISBN: 0-879-97788-4

   
 
Meine Wertung: [8]
Der Protagonist, der die Story in Ich-Form erzählt, bekam bei einem Besuch bei seiner alten Großtante Victoria eine seltsame Geschichte von Ihr zu hören. Sie hatte früher eine wohlbekannte Buchhandlung besessen die leider 1940 im Bombenhagel von London zerstört wurde. 1907 erzählt sie ihm, hatte der schon damals bekannte Schriftsteller H.G. Wells ihr einen Antrag gemacht [den sie aber bedauerlicherweise ablehnte], war ihr aber natürlich auch weiterhin freundlich verbunden. Er zeigte ihr die Geschichte "Die chronischen Astronauten" in der ein Mann eine Zeitmaschine erfindet die ihn durch die Zeit befördert. Unser Erzähler folgert natürlich, dass es sich hierbei um Wells Werk "Die Zeitmaschine" handeln müsste - dem war aber nicht so, beteuert ihm seine Tante. Und die Geschichte drehte sich auch um einen Mann, den Wells und auch sie kannte, also durchaus wohl eine reale Grundlage hatte. Doktor Robert Pensley aus Herne Hill von dem Wells sogar ein Portrait gemacht hatte. Dieser Doktor verschwand plötzlich und keiner wusste wohin. Wells war sofort davon überzeugt, dass der Doktor es "geschafft" hatte! Er hatte es geschafft, wie sich letztlich herausstellt. In einem alten Buch, welches ihm die Großtante vermacht hatte, befindet sich das Tagebuch des Doktors. Durch einen Schaden an der Zeitmaschine landet er im Jahr 1665. Hier müsste es möglich sein den zerstörten Kristall durch einen geschickten Handwerker nacharbeiten zu lassen. Leider hatte er vergessen, dass dieses Jahr das der Großen Pest von London war! In diesem Jahr an einen neuen Kristall zu kommen war eine fast unmögliche Herausforderung. Wie den Tagebuch-Aufzeichnungen zu entnehmen ist, war der Versuch aber tatsächlich doch von Erfolg gekrönt. Leider war das alte Buch ein amtliches Verzeichnis der Todesfälle - und der Tod von Doktor Penly [Pensley] am 20. September 1665 [Todesursache: Schwarze Pest] war dort verzeichnet.
Fazit dieser Story: H.G. Wells nahm diese Geschichte als Grundlage für sein später erschienenes Buch "Die Zeitmaschine" und bescherte dem Protagonisten ein etwas erfreuhlichereres Ende... immerhin. Die im Tagebuch wiedergegebenen Ereignisse folgen nach der ersten Reise in die Zukunft, wo der Doktor seine Abenteuer bei den
Morlocks und den Eloi zu bestehen hatte. Weitere Reisen zu beschreiben hat etliche Autoren gereizt. Es gibt sie in unterschiedlichster Qualität [was die Handlungen betrifft] - diese Story zählt auf jeden Fall zu den besonders guten Versuchen. Man kann allerdings nicht behaupten, dass diese "Fortsetzungen" überhaupt eine schlechte Qualität haben. Ich glaube, wer sich an diese Fortsetzungen wagt, muss schon selbst zu den wirklich guten Autoren zählen - sie lohnen sich eigentlich immer als Lesestoff, sofern man denn das Hauptwerk [Die Zeitmaschine] erst gelesen hat - oder wenigstens den
1. Film kennt. Richard Cowper hat eine akribische Datensuche veranstaltet und diese so miteinander verbunden, dass die Story absolut glaubwürdig rüberkommt. Ich kann jedem nur empfehlen sie einmal zu lesen!
Erschienen in der folgenden deutschen Ausgabe:

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