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ZEITREISEN / ROBOTER l Hundertsiebenunddreißig Sekunden







Status: bearbeitet/ergänzt 14.3.2018

#Fernschreiber












In deutsch 1982 erschienen in der Anthologie: Die Ratte im Labyrinth  Ebenfalls erschienen in der Anthologie: Die Ratte im Labyrinth (neues Cover)            

Originaltitel/Verlag: Sto trzydzieści siedem sekund [1976]
Autor: Stanislaw Lem
? Seiten l Zeitmaschinen-Zuordnung: l Roboter-Zuordnung: l Übersetzung: Klaus Staemmler
 
Inhalt: Der Nachtredakteur eine Nachrichtenagentur arbeitet an seinem Computer mit Verbindungen zu zahlreichen Fernschreibern der weltweiten Korrespondentenbüros. Als sich ein Kabel löst, stellt der Redakteur verblüfft fest, dass der Computer nach einer kurzen Unterbrechung weiter aktuelle Nachrichten empfängt. Eilig durchgeführte Experimente weisen darauf hin, dass die Maschine Ereignisse detaillierter beschreibt als die Korrespondenten vor Ort und sogar über zukünftige Ereignisse berichten kann! Ein zur Hilfe gerufener Informatiker formuliert schließlich folgende Erklärung: Der Computer ist sowohl mit den Fernschreibern, als auch mit dem Bundesinformationsnetz (das, laut Lem, aus 40.000 Rechnern besteht) verbunden. Sobald der Redakteur das Kabel zu den Fernschreibern löst, bezieht der Computer die Nachrichten ausschließlich aus dem Netz und nutzt dabei fast alle 40.000 Rechner gleichzeitig, was eben nur nachts möglich ist. Eine Überprüfung der Online-Gebühren bestätigt dies (eine Anfrage kostet rund 29.000 Dollar). Lem lässt seine Protagonisten zu dem Schluss gelangen, durch die Zusammenarbeit der 40.000 Computer sei eine Weltbeobachtungs- und Interpretationsmaschine entstanden, die alle Prozesse auf der Erde als Ergebnisse von Gleichungen betrachte und daher auch in die Zukunft sehen könne. Aufgrund einer kosmischen Konstante ist der Prognosehorizont allerdings recht gering: Der Computer kennt nur die Ereignisse der nächsten zwei Minuten und 17 Sekunden, eben Hundertsiebenunddreißig Sekunden.
Als diese Story 1976 von Lem geschrieben wurde, existierte das Internet in seiner heutigen, öffentlichen Form ja noch nicht. Heute besteht es aber jetzt aus mehreren Millionen Servern und übertrifft die Komplexität des von Lem angedachten Netzes bei Weitem. Das betrifft allerdings nur die vorhandene Kapazität - der Effekt der Zukunfts-Voraussage ist in der beschriebenen Form weiterhin nur Phantasie... aber man weiß ja nie, oder


Ein für dieses Genre interessantes Buch...

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