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ZEITREISEN / ALTERNATIVWELTEN l Ein Yankee bei Aristoteles  







Status: neu erfasst 20.9.2018 [960]














Zuerst erschienen im Magazin: Astounding Science Fiction, Februar 1958 - Cover: "The man who counts" H.R. van Dongen    Erste Orig.-Erscheinung in Buch -Anthologie: A gun for dinosaur and other imaginative tales - Cover: Gilda Kuhlman  Neuere mir bekannte Original-Erscheinung - Anthologie: Futures past - Cover: AXB Group    Die neuste mir bekannte Orig.-Ausgabe: Aristotle and the gun In deutsch 1 x erschienen in der Anthologie: Ein Yankee bei Aristoteles #20.Jahrhundert
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#Alte Welt
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#Philipp II. von Makedonien 
#Philosophen
#P. Schuyler Miller
#Spätmittelalter
#Zeitparadoxon

Originaltitel/Verlag: Aristotle and the gun [1958] Street & Smith Publications [USA]
Autor:  L. Sprague de Camp
Zuerst erschienen im Magazin "Astounding Science Fiction", Februar 1958 -
Cover: H.R. van Dongen

40 Seiten l Zeitmaschinen-Zuordnung: l Übersetzung: Werner Fuchs
Erste Original-Erscheinung in Buch - Anthologie:
"A gun for dinosaur and other imaginative tales" [1963] Doubleday / SFBC [Bookspan LLC = Najafi Companies -> Pride Tree Holdings][USA]
Cover: Gilda Kuhlman 
Neuere mir bekannte Original-Erscheinung - Anthologie:
"Futures Past" [2006]
Ace Books [USA]
US ISBN: 0-441-01454-2     ISBN13: 978-0-441-01454-5
Die neuste mir  bekannte Orig.-Ausgabe  als :
"Aristotle and the gun" [2013] Positronic Publishing [USA]
Inhalt: Der einsame und menschenfeindliche Wissenschaftler Sherman Weaver spielt eine zentrale Rolle in einem geheimen Projekt der US-Regierung. Eine Zeitmaschine soll gebaut werden. Das Projekt ist erfolgreich und ein Prototyp wird konstruiert. Aber bevor die Regierungsbeamten - die von Weavers Bericht alarmiert sind, dass kleine Veränderungen in der Geschichte tiefgreifende Konsequenzen haben und die heutige Welt völlig verändern könnten - beschließen können das Projekt abzubrechen und Weaver den Auftrag zu geben, die Maschine zu demontieren hat dieser schon die Initiative ergriffen. Anstatt zu gehorchen, nimmt Weaver wider eigenes Wissen die Dinge selbst in die Hand und benutzt die Maschine, um sich in das Zeitalter Philipps II. von Makedonien zurückzuversetzen. Dort hofft er, Aristoteles zu treffen. In dem Glauben, dass das mangelnde Interesse des einflussreichen alten Philosophen an Experimenten den wissenschaftlichen Fortschritt durch einen großen Teil der nachfolgenden Geschichte verzögert hat, zielt Weaver darauf ab, den Gelehrten in die richtige Richtung zu schubsen - mit der Absicht, ein anderes 20.Jahrhundert zu schaffen, das von Superwissenschaftlern beherrscht wird, die unseren Jahre voraus sind. Weaver gibt vor, ein konventioneller Reisender aus Indien zu sein. Ausgestattet mit modernen Wundern versucht er seinem neuen Bekannten Aristoteles den Wert des Experimentierens zur Förderung des Wissens zu demonstrieren. Webers Aufgabe wird durch den böswilligen Unfug der Studenten des Aristoteles, der Clique des jungen Prinzen Alexander (später Alexander der Große) und durch seinen Verdacht als Spion für den König von Persien, gegen den Philipp gerade in den Krieg ziehen will, erschwert. Er ist schließlich gezwungen, sich mit einer von ihm mitgebrachten Waffe zu verteidigen und ist kurz davor, als Spion und Mörder hingerichtet zu werden, als er in die Gegenwart zurückversetzt wird, weil die Auswirkungen seiner Zeitprojektion nachlassen. Weaver findet sich in einer Welt wieder, die ganz anders ist als die, die er verlassen hat - aber nicht so, wie er es sich erhofft hat. Aristoteles, der davon überzeugt ist, dass die langweilige Anhäufung von experimentellem Wissen unter der Würde der zivilisierten Philosophie liegt und es eine Zeitverschwendung ist, in dieser Hinsicht "Indien" nachzuholen, erweist sich in seinen Schriften als entschieden gegen den Begriff . Das Ergebnis ist eine zurückliegende Gegenwart von Kleinstaaten, die wesentlich hinter Webers ursprünglicher Zeitlinie in der Technologie stehen. Seine eigenen Vereinigten Staaten sind nicht einmal ein Traum, ihre physischen Grenzen werden von verschiedenen indianischen Nationen kontrolliert, die von den Zivilisationen der Alten Welt längst abgeschüttelt wurden, aber längst das Niveau spätmittelalterlicher Fürstentümer erreicht haben . Gefangen in einem solchen Zustand wird Weaver erst nach vielen Jahren von endloser Plackerei befreit, wenn seine wissenschaftlichen Talente endlich erkannt werden. Die Erzählung der Geschichte wird von Weaver in einem langen Brief an einen Bekannten dargelegt, der neugierig auf seinen bemerkenswerten Hintergrund ist, in dem er zu dem Schluss kommt, dass er es hätte besser machen sollen - gut genug um endlich seine Ruhe zu haben...
Meine Wertung: [9]
Die Story wurde z.B. von P. Schuyler Miller als besser angesehen wie "Eine Waffe für Dinosaurier" (ebenfalls von L. Sprague de Camp). Die Beschreibung von Aristoteles Makedonien wie wir sie mit unseren "modernen" Augen sehen und die Wendung zu einer neuen alternativen Welt ist einfach wunderbar. Die Story wurde/wird allgemein als eine der besten Zeitgeschichten angesehen und das kann ich nur bestätigen. Es ist eben eine "klassische" Darstellung des Zeitparadoxons. Der Nagel, der unsere Welt hält, wurde mal eben herausgezogen und das Ergebnis ist entsprechend Eine kleine Änderung der in der Vergangenheit kann gravierende Auswirkungen für die nächsten Jahrhunderte haben. In dieser Story muss der Protagonist Weaver ja nicht mal selber wirklich etwas ändern. Allein die Verärgerung von Aristoteles hat schon gereicht um wichtige Ereignisse anders laufen zu lassen.
Was mich gewundert hat ist dass die Story bisher nie einen Award erhalten hat (trotz der Begeisterung namhafter Literaturkritiker und Kollegen von L. Sprague de Camp) und dass sie bisher auch nur 1 x in deutsch erschienen ist. Ich konnte auch keine weiteren Übersetzungen außer der deutschen finden...
Die Story wurde im Original bisher 27 x veröffentlicht


Ein für dieses Genre interessantes Buch...

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