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ZEITREISEN l Ein unfaires Spiel







Status: bearbeitet/ergänzt 10.1.2018














Zuerst erschienen im Magazin: The Magazine of Fantasy and Science Fiction, Januar 1960 - Cover: Ed Emshwiller (Emsh) Erste Erscheinung in der Original-Anthologie: Guardians of time - Cover: Richard (M.) Powers Neuste mir bekannte Original-Erscheinung in der Anthologie: Brain wave / The boat of a million years / The guardians of time - Cover: Chris Moore  In deutsch 1997 erschienen in der Anthologie: Die Chroniken der Zeitpatrouille   Original-E-Book: Futures past      

Originaltitel/Verlag: The only game in town [1960] Mercury Press [USA]
Autor: Poul Anderson
Zuerst erschienen im Magazin "The Magazine of Fantasy and Science Fiction", Januar 1960
Cover: Ed Emshwiller (Emsh)
49 Seiten l Unter-Genre: Zeitagentenl Zeitmaschinen-Zuordnung: MM l
Protagonist: Manson Emmert Everard [Manse] l Übersetzung: Peter Pape und Hans Maeter
Erste Erscheinung in der Original-Anthologie:
"Guardians of time" [1960] Ballantine Books [Random House = Bertelsmann][USA] -
Cover: Richard (M.) Powers
Neuste mir bekannte Original-Erscheinung in der Anthologie:
"Brain wave / The boat of a million years / The guardians of time" [2013] 
Gollancz [Orionbooks] [GB] - Cover: Chris Moore
GB ISBN: 0-575-10693-X     ISBN13: 978-0-575-10693-2
Soweit ich weiß, ist die Story in deutsch bisher nur 1 x in der Anthologie von Heyne erschienen... 
Von Bernd Ulbrich gibt es eine Kurzgeschichte, die ebenfalls Ein unfaires Spiel heißt... [Es werden nur Werke angezeigt, die in die erfassten Genres passen bzw. im SF-Bereich angesiedelt sind!]
Inhalt: Die menschliche Geschichte ist ein zerbrechliches Gebilde seit der Erfindung der Zeitmaschine. Immer wieder gibt es Bestrebungen einzelner oder von Gruppen, die Historie durch Eingriffe zu manipulieren, um persönlichen oder nationalen Vorteil daraus zu ziehen. Mit Argusaugen wacht die Zeitpatrouille über das Muster des Zeitstroms und greift ein, wenn es zu verdächtigen Kräuselungen kommt, die auf Störungen hindeuten. Dann schickt sie ihre Spezialisten in die betroffenen Jahrhunderte, sorgfältig getarnt und mit sicherem Blick für Anomalitäten, um unauffällig und mit minimalstem Aufwand die Eingriffe rückgängig zu machen. Doch oft sind diese Punkte gar nicht so einfach zu lokalisieren. Und nicht selten heißt es, grausam in menschliche Schicksale einzugreifen und tragische Verluste hinzunehmen.
Irgendwas stimmt nicht mit der Entdeckung Amerikas! Die Chinesen sollen es als Erste entdeckt haben!? Manse muss eingreifen und das in Ordnung bringen. Er beginnt seine Untersuchung im Jahr 1280 und beobachtet vor Ort tatsächlich eine Gruppe von Mongolen auf ihrem Weg in Richtung Mexiko. Die Zeitagenten versuchen den Mongolen klar zu machen, dass es für sie extrem gefährlich wäre, weiter nach Süden zu ziehen, weil sie dort letztlich auf überlegene Gegner treffen werden. Aber die Mongolen würden ihr Gesicht verlieren, wenn sie nun umkehren würden - einfach undenkbar für sie - auch wenn es ihren Untergang bedeuten würde. Manse und sein Helfer - ein Agent mit indianischer Abstammung - malen sich andererseits aus, wie die Entwicklung der Geschichte weitergehen würde, wenn sie die Mongolen gewähren lassen. Und diese Entwicklung wäre dummerweise für unsere Welt viel positiver als die tatsächliche! Aber sie müssen weitermachen, die Mongolen dürfen ihr Ziel niemals erreichen!
Meine Wertung: [7]
Eine abenteuerliche Story, die eine hochinteressante Theorie nutzt. Wer hat letztlich Amerika wirklich entdeckt? Angeblich die Wikinger, aber warum sollten es nicht auch tatsächlich die Chinesen gewesen sein? Sie konnten gute Schiffe bauen und es ist bekannt, dass immer mal wieder chinesische Schiffe vom jeweiligen Kaiser auf recht umfangreiche Expeditionen geschickt wurden. In dieser Story muss Manse erst mal eine herbe Niederlage einstecken - die Mongolen sind viel gerissener als er! Wie der Titel der Story schon sagt, es ist ein unfaires Spiel das Manse gezwungenermaßen spielen muss. Die Diskussion mit seinem Helfer ob die Welt und vor allem Südamerika besser dran wären, wenn man die Mongolen gewähren ließe, kann einen schon recht nachdenklich machen. [Hierzu sollte man vielleicht mal die Bücher Auf zu den Hesperiden! und Der Sturm der Azteken lesen, die beschreiben wie so etwas dann aussehen könnte] Die beiden überwinden sich aber zähneknirschend und führen ihren Auftrag aus. Eine wirklich schöne und spannende Story, die eine gute Bewertung verdient und sehr lesenswert ist.
 


Ein für dieses Genre interessantes Buch...

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