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Hier findet Ihr ein Buch welches ich für dieses Genre interessant finde...
         

ZEITREISEN|Der Zug zur Hölle Status: bearbeitet/ergänzt 25.6.2018 
Originaltitel: That hell-bound train [1958]
Autor: Robert Bloch
Alternativtitel:
22 Seiten l Zeitmaschinen-Zuordnung: l Übersetzung: Günter Hehemann
 
Zuerst erschienen im Magazin "
The Magazine of Fantasy and Science Fiction", September 1958
   Cover:
Ed Emshwiller
Neuste mir bekannte Original-Erscheinung:   
 Anthologie "The complete stories of Robert Bloch, Volume 1: Final reckonings" -
Citadel Twilight [USA] 1990   
Cover: Kevin Kelly - ISBN: 0-806-51144-3

   
 
Martin war nach dem Tode seines Vaters und nachdem ihn seine Mutter einfach allein gelassen hat, ein Herumtreiber. Er hatte ein Faible für Züge, es gelang ihm aber niemals einen Job bei der Eisenbahn zu erhalten. Irgendwann stellte er dann fest, dass seine größte Freude eigentlich das Reisen war, besonders wenn diese Reisen eigentlich ziellos waren. Er reiste also viel, natürlich nur per Zug und ohne zu bezahlen. Mit kleinen Gaunereien konnte er sich einigermaßen über Wasser halten. Doch irgendwann besinnt sich ein Jeder (?) und ein ernsthafter Gedanke machte sich breit - wie wäre es, zur Heilsarmee zu gehen? Und dann hielt er neben ihm, der Zug, der zur Hölle fährt, der Zug, den sein Vater stets besungen hatte und dessen Melodie nie aus Martins Kopf ging. Nun darf man raten, wer aus dem Zug stieg und Martins Seele wieder auf den "rechten" (unehrlichen) Pfad führen wollte? Richtig, ER war es - und er schlug Martin ein verlockendes Geschäft vor. Martin hatte plötzlich eine Eingebung und er verlangte etwas ganz Außergewöhnliches: Er wollte die Möglichkeit haben, zu einem beliebigen Zeitpunkt für sich die Zeit anzuhalten. Der Teufel gab ihm eine Eisenbahner-Taschenuhr, mit der Martin diesen Wunsch tatsächlich erfüllen konnte. Und man darf dem Teufel in solchen Dingen trauen - wenn er was verspricht, dann erhält man genau diesen Wunsch erfüllt. Dass er immer glaubt am Ende die Seele in seinen Zug laden zu können ist selbstverständlich. Aber er hatte diesmal nicht mit der Bauernschläue von Martin gerechnet!
"World-Science-Fiction-Hugo" 1959 als beste Kurzgeschichte

Meine Wertung: [5]
Die Story ist natürlich eine von vielen ähnlichen Geschichten um den Teufel und seine verlockenden Gaben. Aber hier hat der Autor die Story in die moderne Zeit gepackt. Sie ist mit einer ordentlichen Portion Humor versehen und locker geschrieben. Man verfolgt erst Martins Leben recht gespannt bis zum Treffen mit dem Zug und danach ist man wirklich begierig zu lesen wie dieses ansonsten fast immer einseitige Geschäft mit dem Gehörnten ausgeht. Martin erweist sich im Laufe seines Lebens als recht kluger Geschäftsmann, der auch ohne weitere Betrügereien ein recht vermögender Mann wird. Kurz vor seinem Tod aber muss er feststellen, dass er eigentlich den Zeitpunkt zum Anhalten der Zeit verpasst hat. Dieser sollte ja im glücklichsten Moment seines Lebens erfolgen. Aber seien wir mal ehrlich - können wir diesen wirklich bestimmen? Könnte da nicht um die Ecke ein noch glücklicherer Zeitpunkt kommen? Aber Martin war ein verdammt kluger Kerl. Solange er die Uhr in der Hand hat, kann er seinen Wunsch Wirklichkeit werden lassen - auch wenn er eigentlich tot ist... Ich verrate nur, dass der Teufel diesmal der Angesch... ist - und zwar bis in alle Ewigkeit! Eine köstliche Geschichte - muss man einfach lesen!
Erschienen in den folgenden deutschen Ausgaben:

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