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ZEITEFFEKT l Der Garten der Zeit







Status: bearbeitet/ergänzt 28.5.2018












Zuerst erschienen im Magazin: The Magazine of Fantasy and Science Fiction, Februar 1962 - Cover: Ed Emshwiller passend zur Story Erste Orig.-Erscheinung in Buch: Billenium -Cover: Richard (M.) Powers Neuste mir bekannte Originalerscheinung in der Anthologie: The complete stories of J.G. Ballard
4445 KB = 1216 Seiten
In deutsch 1973 erschienen in der Anthologie: Der vierdimensionale Alptraum Ebenfalls 1976 erschienen in der Anthologie: Der vierdimensionale Alptraum   #Engels
#Marx
#Proletariat 
J.G. Ballard
  Ebenfalls 1984 erschienen in der Anthologie: Der Garten der Zeit Ebenfalls 1984 erschienen in der Anthologie: Die Fussangeln der Zeit Ebenfalls 1990 erschienen in der Anthologie: Der Garten der Zeit Ebenfalls 2001 erschienen in der Anthologie: Ikarus 2001 Ebenfalls 2007 erschienen in der Anthologie: Die Stimmen der Zeit  

Originaltitel/Verlag: The garden of time [1962] Mercury Press [USA]
Autor: J.G. Ballard
Zuerst erschienen im Magazin "The Magazine of Fantasy and Science Fiction" -
Cover: Ed Emshwiller - passend zur Story  
22 Seiten l Zeitmaschinen-Zuordnung: Zu l Übersetzung: Wolfgang Eisermann
Erste Original-Erscheinung in Buch - Anthologie:
"Billenium" [1962] Berkley Medallion [USA]
US ISBN: 0-425-00667-0     ISBN13: 978-0-425-00667-2
Cover: Richard (M.) Powers
Neuste mir bekannte Original-Erscheinung - Anthologie:
"Science Fiction: The complete stories of J.G. Ballard" [2009] W.W. Norton & Company [USA] 
US ISBN: 0-393-07262-2     ISBN13: 978-0-393-07262-4 

Inhalt: Graf Axel lebt mit seiner klavierspielenden Frau in einer prächtigen Villa, zu der ein See und ein bemerkenswerter Garten gehören. In diesem Garten wachsen die Zeitblumen. Eine Zeitblume speichert in ihrer kristallinen Struktur Zeit und wenn Graf Axel eine Blüte bricht, so dreht er die Zeit ein wenig zurück, mal eine Stunde, mal nur wenige Minuten, je nach der Größe und Reife der Blume. Diesmal bricht er wieder eine, denn über die Anhöhe des Horizonts drängt eine "Lumpenarmee" auf die Villa zu, die alles in ihrem Weg zu zertrampeln und zu zerstören droht. Schwupps, ist die Armee wieder an den Horizont zurückgeschlagen. Aber das kann nicht ewig so weitergehen. Leider sind nur noch ein halbes Dutzend Zeitblumen im Garten der Zeit verblieben. Seine Frau bittet ihn, die letzte Blüte für sie übrigzulassen. Als die Armee den Garten erobert und die Villa plündert, findet sie nur noch eine Ruine vor, der Garten ist verlassen und verwildert. Mit großer Vorsicht umgehen die namenlosen Plünderer ein Dornendickicht, das zwei Steinstatuen umschließt: einen Mann und eine edel gekleidete Frau, die eine Rose in der Hand hält…
Meine Wertung: [5]
Die Story spiegelt eine Metapher auf die inzwischen überholte gesellschaftliche Standhaftigkeit der adeligen Klasse wieder. Sie huldigt die Ideale von Schönheit und Vollkommenheit. Marx und Engels bezeichneten die wirklich besitzlosen, das so genannte Proletariat, auch als "Lumpenproletariat" (hier die "Lumpenarmee"), und denen ist die adelige Lebensweise und deren Ansichten völlig fremd. Ihnen sind materielle Werte und ein voller Magen wichtig. Sie zerstören Bilder, Musikinstrumente und Bücher um Heizmaterial zu erhalten. Bei den Adeligen hingegen bestimmt das Bewusstsein das Sein. Die adelige Klasse existiert dann irgendwann nur noch als Statuen. In dieser Story bricht die aufgeschobene Zeit mit aller Macht auf das Paar herein als die letzte Blume vergangen ist - und lässt sie zu Stein erstarren. Eine lesenswerte und schöne Geschichte...
Die Story erschien im Original bisher 40 x !
l weitere Übersetzungen: Le jardin du temps [F], Il giardino del tempo [I], De Tuin Des Tijds [NL]


Ein für dieses Genre interessantes Buch...

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