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ZEITREISEN l Der finale Strand / Endstation Strand / Der letzte Strand 







Status: bearbeitet/ergänzt 29.5.2018

#1944
#Bodennullpunkt
#Eniwetok-Atoll
#Navy

















Zuerst erschienen im Magazin: New Worlds Science Fiction, März 1964 Erste Original-Erscheinung in Anthologie: Terminal beach - Cover: Richard (M.) Powers Neuste mir bekannte Orig.-Erscheinung in der Anthologie: The complete stories of J.G. Ballard
4445 KB = 1216 Seiten  
In deutsch 1983 erschienen in der Anthologie: Die Sechziger Jahre I  
  J.G. Ballard  
Ebenfalls 1983 erschienen in der Anthologie: Billennium Ebenfalls 1990 erschienen in der Anthologie: Der Garten der Zeit   Ebenfalls 2007 erschienen in der Anthologie: Vom Leben und Sterben Gottes

Originaltitel/Verlag: The terminal beach [1964] Nova Publications [GB] Cover siehe oben
Autor:  J.G. Ballard
Zuerst erschienen im Magazin "New Worlds Science Fiction", März 1964
24 Seiten l Zeitmaschinen-Zuordnung: l Sub-Genre: Dystopie l
Übersetzung: Wolfgang Eisermann bzw. Michael Walter 
Erste Original-Erscheinung in Buch - Anthologie:
"Terminal Beach" [1964] Berkley Medallion [USA]
Cover: Richard (M.) Powers
Neuste mir bekannte Original-Erscheinung - Anthologie:
"Science Fiction: The complete stories of J.G. Ballard" [2009] W.W. Norton & Company [USA] 
US ISBN: 0-393-07262-2     ISBN13: 978-0-393-07262-4 
Inhalt: Der frühere Bomberpilot Traven hat seine Frau und seinen Sohn bei einem Unglück verloren. Etwas treibt ihn dazu, das verlassene Eniwetok-Atoll zu besuchen, wo er strandet. Das Atomversuchsgelände ist eine gespenstische Szenerie, in der er sich notgedrungen einrichten muss. Kameratürme ragen wie Obelisken in den verstrahlten Himmel, und hunderte von Betonblöcken säumen die Seen um den Bodennullpunkt. Zwischen ihnen richtet er sich ein, wird schwächer, halluziniert seine Familie. Zwei Biologen besuchen ihn, doch die Erholung durch ihre Medikamente ist nur zeitweilig. Vor einem Navy-Suchtrupp versteckt er sich erfolgreich. Mit der Leiche eines japanischen Bomberpiloten - Dr. Yosuda - verständigt er sich über Familien im Osaka des Jahres 1944, vor exakt 20 Jahren. Die Leiche leistet ihm stille Gesellschaft, bis es mit Traven auf dem Endzeitstrand zu Ende geht.
Meine Wertung: [3]
Diese Novelle verschmilzt auf faszinierende Weise Metaphern aus Natur, Philosophie und Physik. So ist etwa von "quantaler Zeit" die Rede. Die zentrale Metapher aber ist der Endzeitstrand selbst: Er ist das in die Gegenwart geworfene Menetekel eines künftigen Post-Atomkrieg-Szenarios, den Lebenden zur Warnung. Doch da Traven alles Lebenswerte genommen worden ist, begibt er sich freiwillig in den psychischen Sog dieser Todeszone. Dort nimmt er einerseits das Schicksal der Strahlentoten eines Atomkriegs vorweg, wiederholt aber auch das Schicksal der Ermordeten von Hiroshima, die von Dr. Yosuda verkörpert werden. Das Bild eines zyklischen Geschichtsverlaufs welches auch in Millers Lobgesang auf Leibowitz [] gezeichnet wird - ist der reine Horror: Der Mensch ist offenbar unfähig, aus seinen Fehlern zu lernen und gezwungen, sie zu wiederholen.

Die Story erschien im Original bisher 52 x ! l weitere Übersetzungen: Doodlopend Strand [NL], L'ultime plage / La plage ultime [F], A végső part [HU] 


Ein für dieses Genre interessantes Buch...

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