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ZEITREISEN l Das Zeitkino







Status: bearbeitet/ergänzt 1.7.2018
 

Soweit ich weiß, erschien die Story in deutsch nur 1 x in dieser Ausgabe...














Zuerst erschienen im Magazin: Astounding Science Fiction, Mai 1947 - Cover: Hubert Rogers Erste Original-Erscheinung in Buch - Anthologie: Big book of Science Fiction Neuste mir bekannte Originalerscheinung in der Anthologie: Science Fiction: Classic stories... In deutsch erschienen in der Anthologie: Titan 16  T.L. Sherred
#16mm-Film
#Alexander der Große
#altes Rom
#amerik. Bürgerkrieg
#Cortés #Chronoskopie
#Französische Revolution
#Unabhängigkeitskrieg

Originaltitel/Verlag: E for Effort [1947] Street & Smith Publications [USA]
Autor: T.L. Sherred
Zuerst erschienen im Magazin "Astounding Science Fiction", Mai 1947 -
Cover: Hubert Rogers

7 Seiten l Zeitmaschinen-Zuordnung: l Übersetzung: Heinz Zwack
Erste Original-Erscheinung in Buch - Anthologie:
"Big book of Science Fiction" [1950] Crown Publishers [USA]

Derzeit leider keine Bezugsmöglichkeit gefunden...
Neuste mir bekannte Original-Erscheinung - Anthologie:
"Science Fiction: Classic stories from the golden age of Science Fiction" [2010] Galahad Books [USA] 
US ISBN: 1-578-66178-1     ISBN13: 978-1-578-66178-7 
Inhalt: Die Geschichte beschreibt, wie Edward Joseph Lefkowicz, genannt "Ed Lefko" eine Stunde Wartezeit auf die Abfahrt seines Busses totschlagen muss, in ein armselige Kino geht und sich einen 16mm-Stummfilm ansieht, der die Eroberung Mexikos durch Cortés zeigt. Dieser Film weckt seine Neugier, weil ein billiges Hinterzimmerkino und ein Film, der einen ungeschnittenen Schwenk über ein Schlachtfeld mit Tausenden Gefallenen enthält, einfach nicht zusammenpassen. Der Betreiber des Kinos, Miguel José Zapata Lavida, führt daraufhin Ed Lefko das von ihm erfundene Gerät zur Beobachtung der Vergangenheit vor. Der Film war gar kein Film mit Schauspielern und Komparsen, sondern eine Art "Wochenschauaufnahme" tatsächlicher Ereignisse, beobachtet durch dieses spezielle Gerät. Daraufhin tun sich Ed Lefko und Miguel Lavida zusammen. Nach dem Plan von Ed Lefko besorgen sie sich Startkapital, indem sie die Chronoskopie-Maschine benutzen um wohlhabende Männer bei außerehelichen Aktivitäten zu fotografieren und dann die Fotos und Negative an die um ihren Ruf und ihre Ehe besorgten Männer verkaufen. Mit dem Startkapital steigen sie ins Filmgeschäft ein und produzieren Monumentalfilme über Alexander den Großen, den Aufstieg und Fall Roms und die Französische Revolution. Da sie sich dabei weitestgehend an die überlieferte Geschichte halten müssen, entstehen Lücken in den Aufnahmen aus der Vergangenheit und die Filme sind natürlich auch ohne Ton. In Zusammenarbeit mit einem Hollywood-Studio werden durch "normale" Filmaufnahmen mit Komparsen und unbekannten Schauspielern die Lücken geschlossen und die Filme nachvertont. Durch den atemberaubenden Realismus und die schiere Pracht werden diese Filme unglaubliche Erfolge. Nachdem sich Ed und Miguel im Filmgeschäft etabliert und einen Namen gemacht haben, bringen sie in rascher Folge Filme über den Unabhängigkeitskrieg, den amerikanischen Bürgerkrieg und zuletzt einen Film über die beiden Weltkriege in die Kinos. Je näher sie der Gegenwart kommen, desto heftiger und feindseliger werden die Reaktionen auf den Realismus der Filme. Beim letzten Film über die beiden Weltkriege benutzen Ed und Miguel Lippenleser und notariell beglaubigte Transskripte für die Vertonung. Sie zeigen die zynischen Kriegsmacher und nennen sie beim Namen, die Lippenleser geben die exakten Worte wieder, den Verrat, der sich als Patriotismus tarnt und Millionen den Tod bringt. Noch am Tag, an dem der Film weltweit gleichzeitig in die Kinos kommt, bricht überall die Hölle los und Ed und Miguel werden verhaftet und vor Gericht gestellt. Vor Gericht enthüllen sie dann die Existenz der Maschine zur Beobachtung der Vergangenheit und dass im Film über die Weltkriege keine Schauspieler zu sehen waren, sondern die tatsächlichen Akteure - und dass die Texte eine exakte Wiedergabe der tatsächlich gesprochenen Worte waren.
Danke an Gerhard für den Text...
Meine Wertung: [8]
Meiner Meinung nach ist "Das Zeitkino" die klassische Chronoskopie-Geschichte. Letzen Endes wird aber klar, dass die Vergangenheit nur einen Sekundenbruchteil von der Gegenwart entfernt ist, und die Maschine alles zeigt und es kein Geheimnis und keine Privatsphäre mehr geben kann. Alles und jeder kann jederzeit und überall beobachtet werden. Ed Lefko und Miguel Lavida wollen weitere Kriege verhindern, indem sie zeigen, das Täuschung, Geheimpläne und Überraschungsangriffe nicht mehr möglich sind, tatsächlich sind aber Wahnsinn und Chaos die unvermeidliche Folge. Verwunderlich, dass eine solch gute Story bisher keine deutsche Neuauflage erfahren hat - im englischsprachigen Bereich gab es bisher über 40 Neuauflagen!
Die Story erschien im Original bisher 43 x !


Ein für dieses Genre interessantes Buch...

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