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PARALLELWELTEN l Im Stall  







Status: bearbeitet/ergänzt 14.6.2018
 


#IQ












Zuerst erschienen in der Anthologie: Again, dangerous visions Neuste mir bekannte Orig.-Erscheinung in der  Anthologie: Again, dangerous visions   In deutsch erschienen in der Anthologie: Science Fiction Story-Reader 3 Cover: Atelier Heinrichs & Bachmann   ebenfalls erschienen in Anthologie: Fernes Licht - Cover: Thomas Thiemeyer      

Originaltitel/Verlag: In the barn [1972] - Doubleday [USA]
Autor: Piers Anthony
Zuerst erschienen in der Anthologie "s visions"
39 Seiten
l Übergangs-Zuordnung: l Übersetzung: Walter Brumm
Neuste mir bekannte Original-Ausgabe in:
Anthologie "Again, dangerous visions" [2012] Gateway [Orion] [USA]
US ISBN: 0-575-12990-5     ISBN13: 978-0-575-12990-0
Inhalt: Die Bewohner der Erde entdecken eines Tages etwas, was sie schon lange vermutet haben: es gibt über tausend Parallelwelten. Sie unterscheiden sich eigentlich nur durch wenige Details von unserer Erde. Parallelerde 772 wurde untersucht und auch der Unterschied zu unserer Erde gefunden: Obwohl es weder Rinder, Schafe, Ziegen oder Schweine gibt, besteht hier eine durchaus florierende Molkerei-Industrie. Wie kann das nur sein? Irgendwie muss dieser Widerspruch aufgeklärt werden und Ermittler Hitch tritt durch das Übergangstor auf Welt 772. Dort bewirbt er sich als Aushilfe auf einer der Milchfarmen. Da Arbeitskräfte schwer gesucht sind, wird er ohne Schwierigkeiten sofort angestellt. Er bekommt einen Zettel mit vielen Instruktionen und begibt sich zu dem rieseigen Stall und seine Nebengebäuden um neugierig herauszufinden was hier so passiert. Ihm kommt plötzlich seine Freundin Io auf der Erde in den Sinn, die ihn leider nicht an sich heranlässt, und bemerkt, dass er doch
ziemlich ausgehungert bzgl. Sex ist... Und dann sieht er die "Kühe", die er füttern und melken soll! Frauen mit riesigen Brüsten. Sie sprechen nicht, weil ihnen schon als Neugeborene die Zunge verstümmelt werden. Sie haben nur einen sehr niedrigen IQ denn als Babys werden sie gezielt unterernährt damit sich das Gehirn nur rudimentär entwickelt. Doch es kommt für Hitch kommt es noch besser: Es geht ja schließlich auch um die "Züchtung" dieser "Kühe"!
Meine Wertung: [5]
Man mag ja zuerst denken, dass es dem Autor darum ging, die Frauen als ausgebeutete Wesen darzustellen. Aber er hat auch einen tieferen Sinn in der Story verpackt. Hitch ist ein gewissenhafter Ermittler, beobachtet alles sehr wissenschaftlich und nimmt dort eine neutrale Stellung ein. Er will ja auch nicht enttarnt werden und verhält sich so, wie man es von ihm erwartet. Letztlich schafft er es bald in die Säuglingsstation und dort soll er dann auch eine "Jungkuh" besteigen. Dies verläuft für ihn allerdings alles andere als erfolgreich, die "Kühe" wurden in vielerlei Hinsicht genetisch verändert. Nun mischt er sich doch in das Geschehen ein, indem er ein Neugeborenes auf seine Erde entführt um es dort von seiner Freundin Io aufziehen zu lassen. Nun muss er allerdings auch einen Bericht schreiben. Soll er nun wirklich empfehlen, Welt 772 durch eine Invasion von diesen Ungerechtigkeiten gegen die "Frauen" zu befreien? Er bezweifelt seine moralische Berechtigung dazu. Die Menschen seiner Welt haben vor 10.000 Jahren schließlich auch Rinder, Schafe und Hunde gegen ihren Willen domestiziert, oder? Darf man dann das nun auch mit den Menschen von 772 tun? Darf man denen die Ernährungsgrundlage einfach so entziehen? Eine Story, die einen doch nachdenklich machen kann, oder?

Mit dem Originaltitel 5 "In the barn" ist 1920 auch eine Story von Burges Johnson erschienen - Bisher sind 5 weitere Werke erschienen, die "In the barn" als Zusatz im Titel benutzen
 



Ein für dieses Genre interessantes Buch...

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