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MUTANTEN / ZEITREISEN l Der goldene Mann







Status: bearbeitet/ergänzt 8.5.2018 [1145]
















Zuerst erschienen im Magazin: If, April 1954 - Cover: Ken Fagg In deutsch 1981 erschienen in der Anthologie: Der goldene Mann Ebenfalls 1983 erschienen in der Anthologie: Der goldene Mann Ebenfalls 1984 erschienen in der Anthologie: Titan 22 Ebenfalls 1985 erschienen in der Anthologie: Der goldene Mann  
Philip
K. Dick
Ebenfalls 2000 erschienen in der Anthologie: Der goldene Mann Ebenfalls 2008 erschienen in der Anthologie: Das Vater-Ding Erste Original-Erscheinung in Anthologie: Beyond the barriers of space and time - Cover: H. Lawerence Hoffman Neuste mir bekannte Original-Erscheinung in der Anthologie: The Philip K. Dick Reader    Original-E-Book: The early Science Fiction of Philip K. Dick   Original E-Book, Story: The golden man  

Originaltitel/Verlag: The golden man [1954] Quinn Publishing Company [USA]
Autor: Philip K. Dick
Zuerst erschienen im Magazin "If", April 1954 - Cover: Ken Fagg Cover siehe oben
36 Seiten l Mutanten-Zuordnung: l Zeitmaschinen-Zuordnung:  l
Übersetzung: Joachim Koerber bzw. Heinz Nagel
Erste Original-Erscheinung in Anthologie:
Beyond the barriers of space and time [1954] - Random House [USA]
Cover: H. Lawerence Hoffman

Neuste mir bekannte Original-Erscheinung in der Anthologie:
The Philip K. Dick Reader [2016] Citadel Press / Kensington Publishing [USA] - Cover: H. Lawerence Hoffman
US ISBN: 0-806-53794-9     ISBN13: 978-0-806-53794-8
Inhalt: Baines, der aussieht wie ein behäbiger Vertreter, besucht Walnut Creek. Dort lässt er sich den Weg zur Johnson-Farm weisen und entpuppt sich dort als Agent der AWKA, einer Kontroll-Agentur, die seit 60 Jahren abweichende Menschen, also Mutanten, aufspürt und eliminiert. Der vor 60 Jahren zu Ende gegangene Atomkrieg hatte jede Menge solcher Wesen auf der ganzen Welt erzeugt. Es gab Telepathen, Telekineten und sogar Gestaltwandler. Bains muss jetzt erst mal herausfinden, welche Art von Mutant auf der Farm vorhanden ist. Natürlich muss das Wesen dann eliminiert, besser gesagt liquidiert, werden! Aber vorher wird es natürlich erst einmal genau studiert. Das Gelände wurde von Baines per Zivilpolizisten vorsorglich abgeriegelt. Johnson protestiert, wehrt sich mit seiner Waffe - die natürlich keinen Sinn macht, weil Baines dagegen geschützt ist - und auch der Protest der Kinder nutzen nichts. Der große, 18jährige Bruder, Chris, ergibt sich und alle wundern sich wie schön er ist. Goldener Flaum bedeckt seinen athletischen Körper und er wirkt auf alle wie ein junger Gott. Er wusste wohl, dass die AWKA kommen würde. Er wird nun ins Hauptquartier des AWKA gebracht und Chef Wisdom fällt sein Urteil: In 48 Stunden ab in die Euthanasie, also ins Gas ! Chris scheint von all dem nicht berührt zu sein und sitzt teilnahmslos in seiner hermetisch versiegelten Zelle und wartet. "Es verfügt über Präkognition", sagt Baines zu seiner Freundin, der A-Klassen-Direktorin Anita Ferris, eine Semiotikerin. Sie bestaunt und bewundert die Schönheit des Mannes. Dem goldenen Mann gelingt es jedes Mal, abgefeuerten Energiestrahlen auszuweichen. Und als man nun per Zufallsgenerator feuern lässt, überlebt es auch diese Tortur, und Anita schreit vor Mitleid auf. Als die Wächter den goldenen Mann in die Gaskammer bringen sollen, entwischt er ihnen mit unheimlicher Schnelligkeit. Doch wo will er hin, wenn der Chef, Wisdom, alle Ausgänge verriegeln lässt. Aber in Wisdoms Burg gibt es eine einzige Schwachstelle menschlicher Art...
 Die Story diente als Filmvorlage für Next
Meine Wertung: [9]
Vorab: Was relativ selten bei Stories vorkommt: Dick lässt die Story in einer tatsächlich existierenden Stadt beginnen! Ob er damit die konservativ, rückständige Denkweise seine Protagonisten hervorheben wollte muss jeder Leser selbst entscheiden. Bevor Dick diese Story schrieb hatte er schon etliche Romane dann zwei Jahre lang Kurzgeschichten geschrieben. Als er dies Story dann 1954 im Magazin "If" veröffentlichte war er zwar erst 26, aber man merkte sofort, dass er ein Routinier war. Seine Story war und ist in aller Hinsicht anderen SF-Kurzgeschichten haushoch überlegen und zählt zum Besten was man gelesen haben sollte. Die Mutanten in dieser Story werden auf eine Stufe mit Tieren gestellt. Dass sie eliminiert werden ist schon eine krasse Vorstellung für den Leser, die man erst einmal verdauen muss. Der hier vorgestellte goldene Mann verfügt nicht nur über die Gabe der Präkognition, sondern noch über eine zweite: die der unwiderstehlichen Verführung von Menschenfrauen. Dies wird in einer eindringlich geschilderten Erotikszene mehr als deutlich. In der Story kommt dadurch die enorme Angst der AWKA zum Vorschein: Sollte er weitere Frauen schwängern, dann wäre der Homo sapiens zum Untergang verurteilt. Man muss sich hier als Leser wirklich entscheiden: Soll die Menschheit wie wir sie kennen überleben - oder soll sie sich zu etwas "Besserem" wandeln - und wäre das dann wirklich besser? Dass die Aussage "Wenn wir es nicht töten, wird das unser Untergang sein - und der unserer Frauen" mag zwar stockkonservativ wirken, aber was wäre die "richtige" Lösung? Einen solche Art Story hat Dick nur sporadisch herausgebracht. Die Leser werden da zwiespältig sein, ich finde diese Art von Story gut. Für mich ist es auf jeden Fall eine für den Ordner Best of...
Mit dem Originaltitel "The golden man" sind jeweils eine Anthologie von Philip K. Dick [1980], ein Roman von Kenneth Robeson [auch Lester Dent] [1941], sowie 4 Werke die "the golden man" im Titel benutzen, erschienen
 


Ein für dieses Genre interessantes Buch...

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