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PARALLELUNIVERSUM l Der goldene Kompass







Status: wieder neu erfasst 16.3.2017 [C]














Der goldene Kompass - Filmplakat Trailer (dt): *  Der goldene Kompass - DVD-Cover  Sonderausgaben zum Film        

Filmdaten Kinofilm: Originaltitel: The golden compass [USA/GB] 2007
Drehbuch & Regie: Chris Weitz
Darsteller: Dakota Blue Richards, Daniel Craig, Nicole Kidman, Sam Elliott u.a.
Musik: Alexandre Desplat
Länge: 109 Minuten
l FSK: 12 Jahre
Veröffentlichungsdaten: DVD [2008]
Genre-Zuordnung:
* Es gibt auf YouTube auch - angeblich - den ganzen Film - dieser ist allerdings in einer extrem miesen Bild-Qualität und auch der Ton ist grottenschlecht. Man kann sofort erkennen, dass er eine Aufnahme aus dem Kino ist. Wer den Film also ganz sehen will, sollte sich die DVD zulegen...
Handlung: Ein epischer Fantasyfilm, der mehr als nur eine entfernte Ähnlichkeit mit den Der Herr der Ringe- oder den Die Chroniken von Narnia-Filmen besitzt, spielt in einem Paralleluniversum, wo die Seele eines jeden Menschen durch ein Tier, genannt Dæmon, verkörpert wird, das dem jeweiligen Menschen zur Seite steht. Lyra, ein Waisenmädchen, das einen Großteil seines Lebens in der Gesellschaft von Gelehrten in Oxford verbracht hat, erfährt von den Plänen ihres Onkels Lord Asriel, der in den Norden reisen will, um die Quelle einer geheimnisvollen Substanz namens Staub zu ergründen. Lyra bezweifelt jedoch, dass sie ihrem Onkel auf seiner Reise folgen kann, bis eine mysteriöse Frau namens Mrs. Coulter auftaucht und Lyra bittet, sie als Assistentin in Richtung Norden zu begleiten. Doch nichts ist, wie es scheint, und das Verschwinden von Lyras bestem Freund Roger stürzt sie in ein packendes Abenteuer. Sie verfügt über ein Alethiometer, einen goldenen Kompass, der ihr hilft, die Wahrheit zu erkennen, und es stehen ihr viele Freunde zur Seite, darunter ihr gestaltwandlerischer Dæmon Pantalaimon, der Eisbär Iorek Byrnison, der texanische Luftfahrer Lee Scoresby und die Hexenkönigin Serafina Pekkala.
Obwohl es im Film [und natürlich auch im Buch] um eine diktatorische Institution namens Das Magisterium geht, ist der Film nicht übermäßig religiös angehaucht, vor allem nicht in Hinsicht auf die jüngeren Zuschauer. Dennoch sollte man die FSK-Freigabe des Films ernst nehmen. Er ist für ein älteres Publikum als bei Narnia geeignet [und ein jüngeres als bei Der Herr der Ringe], denn er behandelt komplexe Themen. Es dreht sich um Gewalt und Tod, Kinder und Tiere in Not, und es herrscht eine stetige geheimnisvolle und düstere Stimmung. Das Ende entspricht nicht dem Buch, und hinterließ die Zuschauer natürlich in voller Erwartung auf den nächsten Film... leider vergeblich. In Wirklichkeit konnte der Film zwar weltweit rund 300 Millionen $ erwirtschaften aber in den USA konnte er nicht mal die Hälfte seiner Produktionskosten einspielen. Die zwei geplanten Fortsetzungen wurden deshalb nicht mehr gedreht !
Meine Wertung: [7]
Dass die Macher versucht haben einen typischen "Familienfilm" abzuliefern ist natürlich unübersehbar. Man hat aber zur Erreichung dieses Ziels die schönen düsteren Seiten der Romanvorlage einfach geopfert. Dort wird z.B. das grauenhafte Sterben eines Kindes beschrieben und so etwas konnte und wollte man nicht visuell verwirklichen. Man muss aber zugeben, dass die Protagonisten exzellent ausgewählt wurden. Man kann den Film durchaus als "bildgewaltig" bezeichnen. Auch Steampunk-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Darstellung der Kirche hat natürlich erhebliche Kritik der "echten Kirchen" in den USA hervorgerufen, aber man muss auch zugeben, dass dieser Teil eben auch etwas von der Spannung ausmacht und wirklich interessant ist. Ob allerdings Kinder diesen Aspekt überhaupt verstehen wage ich zu bezweifeln - das trifft aber natürlich auch auf die Vorlage zu! Worum es hier allerdings insgesamt wirklich geht können eigentlich nur Zuschauer begreifen, die die Romane gelesen haben. Leider bleibt allerdings dem Film-Publikum diese Möglichkeit verschlossen weil man die Fortsetzungen nicht mehr gedreht hat (siehe hierzu Bemerkung oben). Der Film ist aber trotzdem ausgesprochen sehenswert und mir bleibt es unbegreiflich warum er in Amerika so schlecht ankam...
 


Ein für dieses Genre interessanter Film...

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