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ZEITREISEN | Die Zeit-Odyssee
Taschenbuch 
Originaltitel: A time´s odyssey [2004]
Autor: Arthur C. Clarke + Stephen Baxter 
Verlag: Heyne / 2005 
Zyklus: Zeit-Odyssee
Reihe: Heyne Meisterwerke der Science-Fiction 

Genre-Zuordnung:  | Liste Zuordnungen 

Zwei der bekanntesten Science-Fiction-Autoren der Welt haben sich zusammengetan, um Arthur C. Clarkes legendäres Meisterwerk "2001 – Odyssee im Weltraum" zu einem dramatischen Finale zu bringen. Was steckt wirklich hinter der außerirdischen Intelligenz, die sich der Menschheit in Form schwarzer Monolithen offenbart? Eine dramatische Odyssee durch Raum und Zeit – in den USA auf allen Bestsellerlisten!
Heyne 

Auch wenn Die Zeit-Odyssee lose an Arthur C. Clarkes überaus erfolgreiche Serie 2001-- Odyssee im Weltraum anknüpft, handelt es sich dabei um den Auftakt eines neuen Zyklus mit einer unabhängigen Handlung, der die Kenntnis der vorhergehenden Romane nicht voraussetzt. Wer aber einmal den gesamten Zyklus um diese "schwarzen Monolithen" nachlesen möchte, hier die chronologische Liste...

1 Die Zeit-Odyssee 2 Sonnensturm  3 Wächter 

 

Ähnliche Themen [Zeitflecken] haben auch Murry Leinster in Quer durch die Zeit [der 1. Roman mit diesem Thema], David I. Masson in der Kurzgeschichte Verlorener Boden, Gheorghe Sâsârman in Die Enklaven der Zeit, Gordon R. Dickson in Sturm der Zeit, Brian W. Aldiss in Der entfesselte Frankenstein, John Brunner in Die Gezeiten der Zeit und Kevin O ´Donnell in Der Tisser-Krieg beschrieben. 

Ebenfalls mit dem Titel Zeit-Odyssee gibt es einen Roman von Keith Laumer.

Kommentar & Rezension von Zeitreisefan:
[5]
Die New York Times gibt damit Vorschusslorbeeren für ein Buch, das man nicht als einzelnes, sondern als ersten Teil von dreien verstehen muss. Denn, soviel sei verraten, die im Klappentext aufgeworfenen Fragen beantworten sich nicht mit der Lektüre nur dieses ersten Bandes. 

Die Story des ersten Bandes kommt so ganz nach meinem Geschmack: Zeitreise eben. Nun ja, eigentlich sollte ich besser sagen "könnte nach meinem Geschmack kommen", denn Baxter und Clarke können leider nicht halten, was die New York Times so vollmundig verspricht. Die wirklich brillante Idee der Verschmelzung verschiedener Zeitepochen auf unserem Planeten lassen sie in eine zunehmend blasser werdende Gemetzelei abgleiten, Alexander der Große gegen Dschingis Khan, dazwischen ein paar kolonialzeitliche Briten und eine Hand voll Gestrandeter aus der Buch-Gegenwart des Jahres 2037. Die als Einstieg in die Geschichte erwähnten Hominini werden im Verlauf nur noch als Randerscheinung scheinbar zufällig eingestreut und haben für den Verlauf [leider] keine Bedeutung. Die historischen Figuren wirken wenig authentisch, das Phänomen der zerrissenen Zeitzonen wird irgendwie viel zu sehr in den Hintergrund gedrängt, so hat man nach einem euphorischen Lesebeginn irgendwann im Mittelteil bereits den Eindruck hier wird ein guter Einfall billig verschenkt.
Der bewusst angelegte offene Schluss, mit dem zwar diese Zeitreise vorläufig ein Ende finden mag, jedoch keine Frage nach dem "Wie" und "Warum" Beantwortung findet, hinterlässt bei mir einen faden Geschmack. Ich fühle mich, einer Marketing-Strategie geschuldet, irgendwie um einen logischen Abschluss betrogen, renne aber natürlich trotzdem sofort in die nächste Buchhandlung, um mir den nächsten Band zu holen, denn wissen, wie es weitergeht, will ich ja auf jeden Fall...
Was bleibt ist allerdings die Frage, was es wohl mit den in der Verlagsankündigung angeführten "schwarzen Monolithen" auf sich haben mag. Es kann doch wohl kein Übersetzungsfehler sein, dass in der Zeit-Odyssee die rätselhaften außerirdischen Gegenstände runde, spiegelnde Kugeln sind, die im Buch meist als "Augen" bezeichnet werden [und eben keine "schwarzen Monolithen"]. Aber das bleibt wohl das Geheimnis des Heyne-Verlags.

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