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PARALLELWELTEN l 1Q84     







Status: neu erfasst 14.3.2017 [C]
Originaltitel: 1Q84 [2009/2010]
Autor: Haruki Murakami
Verlage/Jahr: DuMont / btb Verlag [Random House = Bertelsmann] [2009-2012]
Zyklus: 1Q84 - Protagonisten: Aomame, Tengo
Übergangs-Zuordnung:

Sekten, Sex und häusliche Gewalt - in Haruki Murakamis Romanen wird kein Blatt vor den Mund genommen. Diese Trilogie trägt den Titel "1Q84", angelehnt an George Orwells berühmte, dystopische Zukunftsvision 1984. Die Geschichte erstreckt sich über drei Bücher, von denen die ersten beiden in der deutschen Version zusammengefasst veröffentlicht wurden. Zu Beginn gleich eine Warnung vorweg: 1Q84 ist mit seiner komplexen Handlung und der Thematik von Einsamkeit und Verlust sicherlich keine locker-leichte Lektüre. Wenn man den Romanen allerdings eine Chance gibt, wird man schnell von der Geschichte in den Bann gezogen.
Die kühle Serienmörderin Aomame tötet in Selbstjustiz Männer, die ihre Ehefrauen misshandeln. Dieser Nebenbeschäftigung geht sie gewissenhaft nach, doch eines Tages bemerkt sie, dass sich die Welt um sie herum verändert hat. Sie befindet sich nicht mehr in der normalen Welt im Jahre 1984 und somit tauft sie diese neue Welt, in der zwei Monde existieren, auf den Namen "1Q84". Zeitgleich wird der Schriftsteller Tengo damit beauftragt, das Manuskript einer sonderbaren 17-jährigen Autorin zu verbessern, damit diese einen berühmten Debütpreis gewinnen kann. Das Manuskript schildert die Erfahrungen, die sie in ihrer Kindheit bei einer Sekte machte. Durch die Veröffentlichung des Romans gerät auch Tengo in das Visier der Sekte, die sich über die Existenz von 1Q84 bewusst ist.
Murakami wurde bereits mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet und beim Lesen von 1Q84 wird auch schnell klar, wie hoch die Qualität seines charakteristischen Erzählstils ist. Mit simplen Wortschatz und ohne hochtrabende Formulierungen erschafft er anschaulich eine authentische Welt, in der der Übergang von Realismus zu fantastischen Erlebnissen fließend ist. Die von ihm gezeichneten Bilder lassen den Leser kontinuierlich zwischen Befremdlichkeit und Faszination schwanken. Die Erzählperspektive wechselt in jedem Kapitel zwischen den beiden Protagonisten. Somit eröffnen sich mehrere Handlungsstränge, die jedoch schlussendlich ein kompaktes, wenn auch verworrenes Gesamtbild ergeben. Am Ende bleiben viele offene Fragen zurück, mit denen sich erst jeweils in der Fortsetzung näher auseinandergesetzt wird.

1 1Q84 (1 & 2) l 2 1Q84 (3)

 


Ein für dieses Genre interessantes Buch... 

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