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ALTERNATIVWELTEN |
Flusswelt-Zyklus
 |
Autor: Philip
José Farmer
Verlag/Jahr: verschiedene

Eine zeitlose Vision über das Schicksal der Menschheit, die mit dem Hugo
Gernsback Award ausgezeichnet wurde und zu den bedeutendsten
Werken der phantastischen Literatur zählt. Der erste Flusswelt-Roman
entstand bereits 1953 anlässlich eines Romanwettbewerbs, doch Farmer
wurde um Preis und Honorar betrogen.
1. Band des Flusswelt-Zyklus: Die Flusswelt der Zeit
Sir
Richard Francis Burton, der
englische Forschungsreisende, Literat und Abenteurer, hatte
vergeblich versucht, die Quellen des Nils
zu entdecken, hatte Tausendundeine
Nacht ins Englische übersetzt und war der erste Europäer, der, als Mohammedaner
verkleidet, Mekka
und Medina
besuchte. Er war zeit seines Lebens kein gläubiger Mensch gewesen. Als er 1890
in Triest
einer Herzattacke erlag, glaubte er gewiss nicht an ein Leben nach dem
Tode. Er sollte sich getäuscht haben. Wenig später erwacht er in einer
"Wiederbelebungsanlage" in einem Raum fern der Erde, und kurze
Zeit später findet er sich in einer Flusslandschaft wieder, in der alle
Menschen, die seit dem Urbeginn der Rasse bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts
existiert haben, nach ihrer Wiederbelebung angesiedelt wurden. Burton
gibt sich mit der bloßen Tatsache seiner Wiederbelebung nicht zufrieden.
Er will herausfinden, wer ihn um seinen Tod betrogen hat und wer mit der
menschlichen Rasse diese groteske Posse treibt. Zusammen mit einer
ehrwürdigen Lady, einem frühmenschlichen Kannibalen
und weiteren Begleitern aus anderen irdischen Gegenden und Epochen macht
er sich auf, der Sache nachzugehen. Auch Hermann
Göring schließt sich seiner Expedition an.
2. Band des Flusswelt-Zyklus: Auf dem Zeitstrom
Die
Flusswelt hat ihre ihre Reize, ihre ungeahnten Möglichkeiten, wenn
man gewillt ist, die Herausforderung anzunehmen, zu den Quellen des Stroms
vorzustoßen und das Geheimnis der fremden Rasse zu lüften, die mächtig
genug ist, Projekte dieser Größenordnung durchzuführen. Mark Twain
und
John
Lackland, der riesige Neandertaler Joe Miller,
der französische Haudegen Cyrano de
Bergerac und der Jagdflieger Freiherr von
Richthofen tun sich zusammen, um
Mark Twains Traum zu verwirklichen: ein großes Flussschiff zu bauen
und den Strom hinaufzufahren. Eine gigantische Aufgabe mit den primitiven
Mitteln, die zur Verfügung stehen - und eine schier unlösbare Aufgabe
sozialer und politischer Art.
|
3. Band des Flusswelt-Zyklus: Das dunkle Muster
Einige Menschen machen sich auf, um das Rätsel dieser Welt zu lösen,
den sagenhaften Polturm zu suchen, in dem vielleicht das Geheimnis
schlummert. Jack London ist dabei und
Richard
Burton, Nur ed-din
el-Musafir und Leonardo da
Vinci, Tom Mix und
Karl
Marx, Nietzsche und
Rousseau,
Bakunin und
Ramses II. und viele andere mehr.
4. Band des Flusswelt-Zyklus: Das magische Labyrinth
Die
Menschen beginnen zu ahnen, dass eine fremde, hochentwickelte Rasse mit
gottähnlichen Fähigkeiten mit ihnen experimentiert. Oder ist es, Gott
selbst, der sich diesen grausamen Scherz erlaubt? Nein, denn die Mächte
müssen sich uneins sein. Es kommt zu "Betriebsstörungen" in
der Versorgung, zu Sabotageakten. Eines Tages funktioniert auch die
Wiedergeburt nicht mehr. Mark Twain
und seine Getreuen wollen das Rätsel lösen, das sie indem legendären
Polturm am Ursprung des Flusses vermuten. Doch bevor er mit seinem Schiff
bis zur unzugänglichen Bergwelt der Polregion vordringen kann, muss er
seinen Erzfeind und Gegenspieler überwinden, der ihm den Weg zum Ziel
verlegt: John
Lackland. Nur wenige der berühmten tapferen Männer überleben die
erbitterte Auseinandersetzung und erreichen nach unsäglichen Strapazen
das Ziel: die Steuerzentrale der Flusswelt.
5.[(letzter] Band des Flusswelt-Zyklus: Die Götter der Flusswelt
Richard
Francis Burton und seine Freunde haben nach einer jahrzehntelangen
Reise endlich einen geheimen Schlupfwinkel der Ethiker aufgespürt:
einen gigantischen Metallturm, dessen Innenleben den Eroberern sämtliche
Machtmittel verleiht, die sich ein Mensch nur wünschen kann. Die
Supertechnik der Ethiker macht aus Burton und seinen
Mitstreitern Quasi-Götter: Das Leben der Flussweltbewohner liegt fortan
in ihren Händen. Bis eines Tages der geheimnisvolle Fremde, der die
Pläne der Ethiker sabotiert und sich Burtons Gruppe
angeschlossen hat, einem mysteriösen Attentat zum Opfer fällt. Ist man
wirklich allein im Turm? Oder ziehen die Ethiker noch immer an den
Fäden?
1
Die Flusswelt der Zeit
2
Auf dem Zeitstrom
3
Das dunkle Muster
4
Das magische Labyrinth 5
Die Götter der Flusswelt
Game 

Als
engl. Ausgaben gibt es zahlreiche Ergänzungen und weitere
Story-Sammlungen [auch von anderen Schriftstellern] zum Thema Flusswelt.
Leider sind die meisten dieser Werke [noch] nicht ins Deutsche übersetzt
worden.
Andreas
Brandhorst hat
diese Grundidee übernommen und ebenfalls ein Werk mit diesem Thema
zusammengestrickt: Die
Stadt
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Rezension
von Zeitreisefan:         
[3]
Der Grundgedanke des
Flussßwelt-Zyklus ist eigentlich ganz interessant, bietet er doch mal eine ganz neue Idee,
was man sich unter dem Leben nach dem Tode vorstellen kann: Außerirdische verbringen alle jemals gelebten
Menschen auf einen künstlich geschaffenen Planeten, versorgen sie dort täglich mehrmals mit Nahrung und
Genussmitteln [Zigaretten, Alkohol, Marihuana, eine bewusstseinserweiternde Droge
usw...], ebenso mit Kleidung,
und überlassen sie ansonsten vollkommen sich selbst. Die daraus entstehenden Probleme und Konflikte
aufzulösen, neue Wege im Zusammenleben vollkommen unterschiedlicher Menschen aus unterschiedlichen
Zeitepochen zu finden, Sprachbarrieren zu überwinden und den Erfindergeist der Menschheit neu zu beleben, all
das hätte ein wunderbares Werk entstehen lassen können.
Philip José Farmer gelingt
es aber leider nicht, neue und interessante Visionen zu entwickeln,
Stattdessen lässt er mehr oder weniger berühmte Persönlichkeiten
auftreten, verzettelt sich allzu oft in langatmige Beschreibungen dieser
Figuren, scheitert im Versuch, diesen Figuren neue Charaktereigenschaften
zuzuweisen, bringt zum Beispiel
Hermann Göring mit einer ziemlich falschen realgeschichtlichen Darstellung
als sich vom Saulus zum
Paulus wandelnden Sympathieträger ins Spiel [was mir offen gesagt während
des gesamten Zyklus immer wieder Zahnschmerzen bereitet hat], startet
jeden neuen Band mit teilweise endlosen Wiederholungen, wobei man dann oft
erst nach gut der Hälfte des Buches endlich bei neuen
Handlungsabschnitten ankommt.
Kurzum:
man hätte diese 4 Bände mit ihren 1.542 Seiten locker auf ein Drittel
kürzen können ohne Handlungsverlust. Mag sein, dass Göring als
Sympathieträger nur uns Deutschen unangenehm aufstößt, mir wäre es
dennoch lieber gewesen, von einem weniger widerlichen "Helden“
durch das Buch begleitet zu werden.
Vielleicht wäre dann das Urteil etwas besser ausgefallen: gerade noch als lesbar
einzustufen. Der 5., später nachgeschobene Band, den
Farmer zunächst wohl gar nicht geplant hatte, habe ich mangels Interesse erst gar nicht mehr gelesen und kann daher nichts dazu sagen...
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Hier
sind einmal die wirklich ersten 3 Veröffentlichungen der Flusswelt-Saga:
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Worlds
of Tomorrow Januar 1965
"The day of the great shout"
Die 1. Hälfte des ersten Bandes "Die Flusswelt der Zeit" |
Worlds
of Tomorrow Januar 1966
"Riverworld"
Die Story von Tom Mix "Das dunkle Muster" |
Worlds
of Tomorrow März 1966
"The suicide express"
Die 2. Hälfte des ersten Bandes " Die Flusswelt der Zeit" |
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