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ROBOTER [ANDROIDEN] | Blade Runner 
Der Roman spielt im Jahr 1992 [in späteren Ausgaben auf das Jahr 2021 umdatiert] in Nordamerika, hauptsächlich in San Francisco. Die Erde ist nach einem Atomkrieg kaum mehr bewohnbar. Ein Großteil der Überlebenden ist auf den Mars ausgewandert. Die auf der Erde Verbliebenen müssen stets fürchten, infolge der Strahlung unfruchtbar zu werden oder geistig zu degenerieren und zu "Spezialfällen“ degradiert zu werden - zu Menschen zweiter Klasse, denen das Recht auszuwandern abgesprochen wird. Die Emigranten bekommen für die Reise zum Mars einen Androiden als Schutz zur Seite gestellt. Die Androiden [von Dick hier allerdings Replikanten genannt - was gar nicht so daneben liegt...] werden auf der Erde als Bedrohung angesehen und dürfen sie nach ihrer Abreise nicht mehr betreten. Wenn sie es doch tun, werden sie von "Prämienjägern“ [engl. "bounty hunter"] erledigt. Ein solcher Kopfgeldjäger ist Rick Deckard. Die Schwierigkeit seiner Aufgabe besteht darin, die Androiden zu identifizieren, da diese von den Menschen kaum mehr zu unterscheiden sind und in allen möglichen Identitäten auftreten - etwa als Opernsängerin oder als russischer Kollege Deckards. Zu diesem Zweck arbeitet er mit einem speziell entwickelten Empathie-Test, der die Reaktion der Verdächtigen in verschiedenen Situationen prüft. Roboter-Kategorie:

Den tatsächlichen Handlungsstrang auch nur ansatzweise hier darzustellen würde einfach zu weit gehen. Ich gehe mal davon aus, dass die überwiegende Zahl der Leser die spätere Filmversion "Blade Runner" kennt. Der Roman wurde nach Erscheinen des Films dann auch entsprechend umbenannt. Der Film Blade Runner ist keine werkgetreue Verfilmung, sondern unterscheidet sich in vielen Belangen von diesem Roman. Die einzige Szene, in der Dialoge wörtlich übernommen wurden, ist die Befragung Rachaels durch Deckard.
Warum ich Androiden zum Thema Roboter zähle, könnt ihr in der Einführung zum Thema Roboter lesen.

Der ursprüngliche Titel war Träumen Androiden von elektrischen Schafen? [Do androids dream of electric sheep?]. Nachdem die Filmversion mit dem Titel Blade Runner erschienen war, wurden die weiteren Auflagen ebenfalls mit diesem Titel versehen. K.W. Jeter, ein Freund von Philip K. Dick, hat bisher drei Fortsetzungen geschrieben. Die Rechteinhaber des Films erlaubten ihm, den Titel Blade Runner zu benutzen.
Als Ergänzung zum Thema gibt es von Nerea Vöing das Buch "Die Unterscheidung zwischen Mensch und Android in Philip K. Dicks Roman "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?", 2009, 68 Seiten, ISBN: 3-640-30479-9
Von Stefanie Hanten "Künstliches Leben und künstliche Intelligenz und ihre Umsetzung im Film Blade Runner", GRIN Verlag, 2004, 27 Seiten, ISBN: 3-638-49216-8

Genre-Zuordnung:  
1 Blade Runner
2 Blade Runner II 3 Blade Runner III  4 Blade Runner IV [Eye and talon [2000]; bisher nur engl.] Game  Film

   

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