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ROBOTER | ISAAC ASIMOV


Rowena Morrill: "Isaac Asimov on Throne"

Bücherliste Asimov   Die Roboterromane
Foundation

Isaac Asimov ist wohl einer der bekanntesten und produktivsten Science-Fiction-Schriftsteller. Sein umfangreiches Werk kann aber in zwei wichtige Abschnitte eingeteilt werden: Roboter und der Foundation-Zyklus [wobei auch hier die Roboter wieder eine ausgesprochen wichtige Rolle spielen!]. Die Biographie und sein Werk könnt Ihr besser über den Link in der Kopfzeile abrufen. Fast alle Roboter-Romane Asimovs können i.d.R. in das Genre  eingeordnet werden.

Ich werde einmal versuchen diese beiden Gebiete hier möglichst übersichtlich darzustellen. In den Roboter-Geschichten [Achtung: Auch wenn ein Buchtitel vermuten lässt, dass es sich "nur" um Roboter-Geschichten handelt... Asimov hat auch "andere" Geschichten geschrieben! Ausgaben, die nur Stories von Asimov beinhalten werden hier ebenfalls eingefügt. Kurzgeschichten, die in anderen Zusammenstellungen aufgeführt sind, werden gesondert darunter aufgelistet.] treffen wir immer wieder auf bestimmte Protagonisten. Vielleicht einmal interessant auch hier eine entsprechende Zusammenstellung aufzuführen. Aber als Erstes müssen wir natürlich die von Asimov entwickelten "Roboter-Gesetze" betrachten. Sie sind die Grundlage für das Verhalten [und das verstoßen dagegen] der Roboter:

1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem
    menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen, es sei denn, ein 
    solcher Befehl würde im Widerspruch mit dem ersten Gesetz stehen.
3. Ein Roboter muss seine Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht in Widerspruch mit dem 
    ersten oder zweiten Gesetz steht.

In der Trilogie um den Roboter Caliban [das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt] werden die drei Gesetze komplett verworfen und die "neuen Gesetze“ entstehen:
1. Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
2. Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum  Ersten Gesetz.
3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten
Gesetz gerät.
4. Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.

Es gibt natürlich eine weitere Anzahl [wirklich guter] Kurz-Geschichten aus diversen Bereichen, auch Fantasy. Falls sie zu den Genres meiner Seiten passen, sind sie dann auch beim entsprechenden Genre eingeordnet. Unter dieser Einführung werden nur die Ausgaben eingeordnet, die sich komplett mit Asimov beschäftigen. Einzelne Stories in anderen Ausgaben werden bei den allgemeinen Sammlungen aus dem Genre Roboter eingeordnet.

Protagonisten
Powell und Donovan
Zwei Roboter-Techniker, die die hervorragende Aufgabe haben, in dem jeweiligen vorliegenden Fall, die Macken des Roboters herauszufinden und diese auszumerzen. Jedes Mal handelt es sich um das jeweils neueste Modell und jedes Mal machen sie nicht das, wozu sie vorgesehen sind. Jedenfalls nicht am Anfang. Die Geschichten spielen auch nicht auf der Erde, sondern jedes Mal auf einem anderen Planeten.
Wir begegnen ihnen in den folgenden Geschichten: Das erste Gesetz [First law], Herumtreiber [Runaround, 1942], Vernunft [Reason, 1941], Fang den Hasen [Catch the rabbit, 1944]
Susan Calvin
Der Charakter der Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der US Robots and Mechanical Men, Inc. dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich ist. [Ähnlich wie William Voltz, der immer mal wieder gerne auf die Familie Whistler - und den gleichnamigen Roboterkonzern - zurückkommt.]
Wir begegnen ihr in den folgenden Geschichten: Lügner! [Liar!, 1941], Geliebter Robot [Satisfaction guaranteed, 1951], Lenny, Gallerensklave [Galley slave], Kleiner verlorener Robot [Little lost robot, 1947], Risiko [Risk], Flucht [Escape / auch "Paradoxical escape", 1945], Schlagender Beweis [auch "Beweismaterial", Evidence, 1945], Vermeidbare Konflikte [auch " Der unvermeidliche Konflikt", The evitable conflict, 1950], Weibliche Intuition [Feminine intition, 1969]
Die Firma U.S. Robots and Mechanical Men, Inc. kommt noch in etlichen weiteren Geschichten vor: ...daß du seiner eingedenk bist [...that thou art mindful of him, 1974]
Elija Baley
Der Protagonist der ersten drei Romane des Foundation-Zyklus, ein Polizist, der mit dem Roboter R. Daneel Olivaw zusammenarbeitet, der aussieht wie ein Mensch. 
Wir begegnen ihm in den folgenden Geschichten: Der Mann von Drüben [auch "Die Stahlhöhlen", The caves of steel, 1954] - noch unter dem Pseudonym J. Asimov herausgegeben, Die nackte Sonne [auch "Mord unter fremder Sonne", The naked sun, 1957] - noch unter dem Pseudonym J. Asimov herausgegeben, Spiegelbild [Mirror image, 1972], Der Aufbruch zu den Sternen [auch "Aurora", The robots of dawn, 1983]

Der Foundation-Zylus
Warum ist der Foundation-Zyklus überhaupt in der Roboterliste? Nun, durch alle Geschichten zieht sich wie ein roter Faden das Thema Roboter. Sie tauchen immer wieder in verschiedenen Situationen auf und der Leser hat das ungute Gefühl, das sie letztlich alles im Hintergrund steuern.
Die späten Jahre von Asimovs Werk waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der U.S. Robots and Mechanical Men, Inc. [I, Robot] und den ersten Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Die wichtigsten Protagonisten im Foundation-Zyklus sind natürlich der Mathematiker Hari Seldon und seiner von ihm entwickelten fiktiven Wissenschaft, der Psychohistorik. Für den Aufbau der neuen Zivilisation wird das Tarnprojekt Foundation gegründet, dessen angeblicher Zweck die Sammlung allen Wissens in einer Encyclopaedia Galactica ist. Die Vorgänge um den Aufstieg und den (Ver)Fall des Imperiums wurden von Asimov in einer grundlegenden Trilogie - der Foundation-Trilogie - zusammengefasst. Später wurden aber auch die früheren Werke [vor allem auch Kurzgeschichten] in den Gesamtrahmen eingebunden. Daraus ergab sich dann letztlich der Foundation-Zyklus. Nach seinem Tod wurde eine zweite Foundation-Trilogie von Gregory Benford, Greg Bear und David Brin geschrieben, die Asimovs Chronologie des Foundation-Universums ergänzt. Ein weiteres Werk, welches im Foundation-Universum spielt, ist die Caliban Trilogie von Roger MacBride Allen
Aus all diesen Werken ergibt sich nun der Story-Baum [sorry, falls es hier Fehler geben sollte, aber das Werk ist eben umfangreich und oft sind die Informationen widersprüchlich - Ihr dürft mich aber gerne verbessern!] der in der Foundation-Einführung angezeigt wird.

Die Geschichten Asimovs haben natürlich auch die Filmindustrie inspiriert und es wurden aus ihnen fantastische Filme entwickelt:
Der 200 Jahre Mann, dessen Grundlage die Geschichte Der Zweihundertjährige [The bicentennial man, 1976] ist - und natürlich I, Robot, der etliche Geschichten aus der Story-Sammlung Ich, der Robot zu einer tollen Geschichte zusammenfasst. Der Titel "I, Robot“ dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag [gegen Asimovs Einwände] gewählt, da der Titel "I, Robot“ eine berühmte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. In Asimovs Story-Sammlung begegnen wir dann wieder der Lieblings-Protagonistin des Autors, Susan Calvin.

Folgende Bücher werden vorgestellt:
 




In den folgenden Sammlungen sind auch Stories von Isaac Asimov enthalten:
  

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