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ZEITREISEN
| Am Ende der Zeit

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Taschenbuch
Autor:
Michael
Moorcock
Protagonist: Jherek Carnelian

Ein Feuer unbekannter Art erfasst den Endzeit-Menschen Jherek Carnelian, als Mrs. Amelia Underwood, eine äußerst puritanisch erzogene Dame aus dem
viktorianischen England sich auf unerklärliche Weise in seine Ära verirrt. Der Weltmann
Carnelian, ein leicht dekadenter Spross der Eisernen Orchidee, der ebenso wie seine nach dem Lustprinzip dahinlebenden Freunde,
stets geglaubt hat, er wisse alles über die irdische Vergangenheit, muss sich eines Besseren belehren lassen.
Mrs. Underwoods Andersartigkeit fasziniert ihn ebenso wie ihre Unnahbarkeit - und ehe er sich versieht, ist er in heißer Liebe zur ihr entflammt.
AIs sie ins London des Jahres
1895 zurückkehrt, sieht Carnelian keine andere Möglichkeit, als ihr per Zeitmaschine in die Vergangenheit zu folgen. Und ehe er einen klaren Gedanken fassen kann, ist er in die ungeheuerlichsten Umtriebe verwickelt, und
Scotland Yard ist ihm - dem vermeintlichen russischen Anarchisten - auf den Fersen.
Am Ende, in der Urzeit, zeigt sich, dass die Welt seit Unzeiten von einem geheimnisvollen Herrn manipuliert wird, dessen Allmacht keine Grenzen kennt. Und sehr bald
wird Jherek von der Vergangenheit [oder Zukunft] eingeholt: Das Polizistenrudel aus dem
London von
1896 ist ihm
und seiner Geliebten immer noch auf den Fersen, ebenso wie der außerirdische
Kapitän Mubbers und seine verfressene Bande. Das Universum, so stellt sich heraus, hat sein Pulver verschossen und löst sich allmählich in Nichts auf. Kein
Wunder, dass man sich da noch mal richtig austoben will.
1
Ein unbekanntes Feuer
2
Das Tiefenland
3
Wo die Gesänge enden
4
Am Ende der Zeit [Sammelband]
5
Die
Transformation der Mavis Ming
6
Legenden vom Ende der
Zeit
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Der Zyklus [die
ersten 3 Bände] wurde
von Ullstein und auch von Heyne [unter dem Namen "Die Zeitmenagerie"]
als Sammelband verausgabt
Das Ende der Zeit ist ja eines der
Lieblingsthemen von Moorcock.
Beschreibung + Rezension von Zeitreisefan:
        
[4]
Meine Ausgabe hat einen etwas abweichenden Klappentext:
In ferner Zukunft
- die Zeit des Universums neigt sich ihrem Ende entgegen - leben nur noch wenige Menschen
auf der Erde. Sie sind praktisch unsterblich, verfügen über unendlich viel Energie und schaffen sich ihre
Umgebung so, wie sie gerade ihrer Stimmung entspricht. Gelegentlich wird die dekadente Atmosphäre belebt,
wenn ein Raumfahrer oder ein Zeitreisender aus der Vergangenheit eintrifft. Er landet gewöhnlich in einer
Menagerie, wo die absonderlichsten und rarsten Wesen aus Zeit und Raum gesammelt werden.
Als Jherek Carnelian sein begehrtestes Stück in seiner Menagerie hat, ist es um ihn geschehen. Er verliebt sich
unsterblich in Mrs. Amelia Underwood, eine unglaublich schöne, doch überaus tugendhafte Dame von Stand aus
Bromley in Kent, Ende des 19.
Jahrhunderts, die ein merkwürdiges Schicksal ans Ende der Zeiten verschlagen
hat. Als sie ihm entrissen und in die Zeit des viktorianischen England zurückgebracht wird, beschließt er, ihr über
den Abgrund der Zeiten zu folgen. Doch die Vergangenheit ist anders, als es die Legenden ahnen lassen, die in
ferner Zukunft über sie berichten, und sie ist für den, der sie nicht kennt, ein tödlicher Dschungel.
Die dekadente und vollkommen ignorante Zukunft wird sehr plastisch beschrieben, und wirkt dabei umso
unsympathischer. Man wünscht sich regelrecht, dass Jeherek endlich in die Vergangenheit zurückgeschleudert
und dort untergehen möge. Leider ist der Teil der Geschichte, der in der Vergangenheit spielt, viel zu kurz geraten
und .... ...nun, man lese selbst. Hier wäre jede weitere Beschreibung nur unnötiges
spoilern. Kein Buch, was man unbedingt im Regal haben muss. Eher etwas, das man – angenehm überrascht - im Urlaub
als vergessenes Exemplar in der Schublade finden sollte. Dort mag es für einen längeren Toilettengang oder einen
Nachmittag am Strand recht unterhaltsam sein. Die Antiquariate dafür zu durchstöbern wäre zuviel der
Aufmerksamkeit.
Meine
Wertung leider auch nur:         
[4]
Es kann sicher gar nicht so einfach sein, sich eine solch dekadente und
oberflächliche Gesellschaft auszudenken - dafür kann man den Autor schon ein
wenig Hochachtung zollen. Andererseits bin ich vielleicht zu
"moralisch"? Aber ich will nicht ungerecht sein. Moorcock verlangt vom
Leser, sich wirklich einmal von allem Wissen über seine Zeit und die
Vergangenheit zu befreien, sich sozusagen als weißes Blatt darzubieten. Wenn
man dann Geschichte, Märchen und Mythen lustig durcheinander mischt und
anschließend neunzig Prozent beliebig herausschmeißt, dann hat man in etwa das
Wissen des Jherek Carnelian
erreicht. In der Trilogie sind natürlich viele bekannte Daten und Personen
versammelt - nur die Verknüpfungen sind eben ungewöhnlich [und ungewohnt] -
wer so etwas mag, dem werden die Geschichten trotzdem gefallen. Ich hatte etwas
mehr erwartet, bin aber nicht wirklich enttäuscht.
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