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DIE TECHNIK DER ZEITREISE - Das Chronoskop

Begriffserklärung

Chronos ist in der griechischen Mythologie der Gott der Zeit. Er versinnbildlicht den Ablauf der Zeit und auch die Lebenszeit. Manche antike Quellen setzen Chronos auch mit Kronos gleich, dem Vater des Zeus. Diese beiden Götter hatten aber ursprünglich nichts miteinander zu tun. Chronos war die Personifikation einer abstrakten Vorstellung und kein Bestandteil der griechischen Volksreligion. Etwa seit der Mitte des 14. Jahrhunderts wird Chronos in der bildenden Kunst als bärtiger Greis mit Sichel und Stundenglas dargestellt. In der Science Fiction wird Chronos gerne als Oberbegriff für eine bestimmte Art der Zeitmaschine genutzt, dem Chronoskop. Als eigenständiger Name [ohne weiteren Zusatz] diente Chronos als Titel einer amerikanischen Comic-Serie. Chronos erzählt von den Erlebnissen eines zeitreisenden Kleinkriminellen namens Walker (Tristan) Gabriel, der mit einem High-Tech-Anzug, der es ihm ermöglicht das Raum-Zeit-Kontinuum zu durchbrechen, die verschiedensten Epochen und Orte des sogenannten DC-Universums besucht: Dieses beinhaltet sowohl Orte und Zeiten, die es historisch tatsächlich geben hat, als auch solche, bei denen es sich nur um Fiktion handelt. Soweit ich weiß, gibt es die Serie [noch nicht] in deutscher Übersetzung.
Aber kommen wir zurück zum Chronoskop. Wenn  man hier das Wort Teleskop erwähnt, kann sich der geneigte Leser gleich denken, um was es geht.


Die "echte" visuelle Zeitreise mittels Chronoskop [MSV]
Eine "echte" Zeitreise gibt es in der Form einer "visuellen Zeitreise". Grundsätzlich haben wir diese ja schon tatsächlich, wenn auch nur als kostenloser Blick in die Vergangenheit: Unser Sternenhimmel! Wir wollen uns aber jetzt um den Blick in die Zukunft und den "gezielten" Blick in die Vergangenheit kümmern. Hierbei kann über eine Maschine in die Vergangenheit bzw. Zukunft "gesehen" werden. Der Effekt gehört eigentlich in die weitere wichtige Kategorie "Scheinbare" Zeitreisen bzw. Zeiteffekte, und zwar zur Zeitumkehrung [Umlenkung des Zeitstroms]. Mit diesem Bereich hat sich z.B. auch der russische Astronom Kosyrew beschäftigt. Zwei herausragende Beispiele hierfür findet man in Das Chronoskop von Isaac Asimov und in Das Licht ferner Tage  von Arthur C. Clarke & Stephen Baxter. Diesen Effekt nutzt [physikalisch korrekt] auch James Blish in der Kurzgeschichte Störgeräusch. Die eben beschriebenen Varianten "sehen" ja praktisch in die Zukunft. Diesen Effekt finden wir auch organisch! Hellseher wären dann auch eine Art von "in die Zukunft sehender Zeitmaschine"! Ein Beispiel hierfür wäre dann Der goldene Mann von
Philip K. Dick [diese Geschichte diente auch als Vorlage für den Film Next]. 
Beim Chronoskop wird also keine Person versetzt sondern die Zielzeit kann beobachtet werden. Dabei muss das Chronoskop natürlich nicht eine Form haben, wie wir sie uns normalerweise vorstellen würden - angefangen bei einer Art Fernglas oder einem Computermonitor - es könnte auch eine Zeitung sein, wie in der TV-Serie
Allein gegen die Zukunft

Folgende Werke behandeln das Thema Chronoskop:

Allein gegen die Zukunft Déjà Vu  Next  Kurrzgeschichten Cosm  Das Licht ferner Tage 
Das Chronoskop 
Das Projekt Brooklyn 
Die Geistermaschine  Die Milliarden von Aikmon   Die Sterne gehören uns        
     

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